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Leserbrief

Velo-Kosten aus einem anderen Blickwinkel

«Velofahrer kosten 100 Millionen pro Jahr», Ausgabe vom 30. Juli

Im Artikel wird ausführlich erläutert, welche Kosten Velofahrerinnen und Velofahrer der Allgemeinheit verursachen. Die Daten der Studie des Bundesamts für Raumentwicklung werden hierbei korrekt, unseres Erachtens aber doch etwas einseitig erläutert.

Uns scheint es wichtig, mit diesem Leserbrief die gleichen Daten aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das Velofahren kostet die Allgemeinheit gemäss der Studie zwar rund 0,6 Rappen pro Kilometer, es ist aber damit rund zwölfmal günstiger als das Auto, welches gemäss der abgebildeten Grafik externe Kosten von rund 7,3 Rappen pro Kilometer verursacht. Ein Umstieg vom Auto aufs Velo erspart der Allgemeinheit also rund 6,7 Rappen pro gefahrenen Kilometer.

Zur Illustration ein kleines Beispiel: Fahre ich mit dem Velo statt dem Auto zu meinem 5 Kilometer entfernten Arbeitsweg, so ergibt dies pro Jahr eine Strecke von rund 2500 Kilometern. Mit dem Auto kostet dies die Allgemeinheit rund 183 Franken, mit dem Velo rund 15 Franken. Es ergibt sich ein Spareffekt von rund 168 Franken pro Jahr. Natürlich wäre es noch günstiger, wenn die Strecke zu Fuss zurückgelegt würde. Für Arbeitswege oder auch für das Erledigen von Einkäufen sind aber Fusswege von mehr als 5 Kilometern vermutlich nur für die wenigsten Menschen eine echte Alternative. Hier ist es wohl realistischer, auf die zweitgünstigste Variante – eben das Velo – zu setzen.

Angesichts dieser Zahlen und Überlegungen können wir uns schlicht und einfach nicht erklären, warum diese Zahlen den Befürworten des Bundesbeschlusses Velo «ungelegen» kommen sollen. Der Umstieg aufs Velo (egal ob von ÖV, Auto oder Motorrad) ermöglicht es, Kosten zu sparen, dort wo es niemandem wehtut. Deshalb sprechen wir uns – auch mit Blick auf die jüngst veröffentlichte Studie des Bundesamts für Raumentwicklung – für das Velofahren in Alltag und Freizeit und den Bundesbeschluss Velo aus. Wir freuen uns über alle Leserinnen und Leser, die uns dabei unterstützen – sei es am 23. September mit einem Ja an der Urne oder ganz einfach, indem Sie nächstes Mal für eine Kurzstrecke das Velo statt das Auto nehmen. Denken Sie daran: Pro gefahrenen Kilometer sparen Sie der Allgemeinheit 6,7 Rappen.

Monika Küng & Thomas Müller, Alpnachstad, Pro Velo Unterwalden


Fällt den Herren vom Bund nicht Gescheites ein, um das Problem in den Griff zu bekommen? Für diese Kosten gibt es doch eine einfache Lösung: Die Velofahrer bekommen eine grosse, gelbe Nummer. Diese kostest 20 Franken im Jahr, das Geld käme in die Bundeskasse. Die Polizei hätte dann auch keine Probleme mehr mit der Verzeigung von Velofahrern, die ein Verkehrsvergehen begehen. Sie würde einfach die Nummer notieren. Aber mir scheint, unsere Politik hat ein Problem damit, die Sache bei der Wurzel zu packen. Das kommt davon, dass so viele Grüne dabei sind. Kommt noch hinzu, dass der Automobilist immer als der stärkere Verkehrsteilnehmer gilt. Auch bei einem Unfall mit einem Velo, den er nicht verursacht hat, muss er die Kosten selber tragen. Dieser Artikel im Strassengesetz muss endlich geändert werden.

Werner Halter, Luzern

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