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Velofahrer: Ist die Haldenstrasse gefährlich oder nicht?

«Neuer Anlauf für Velos am Quai», Ausgabe vom 28. September

Ich kann mich der Aussage verschiedener Leserbriefschreiber anschliessen, wonach der Radstreifen an der Haldenstrasse gefährlich ist. Aber dafür gibt es einen Grund: Im Bereich des Hotels National liegt zwischen dem Radstreifen und dem Trottoir ein reservierter Streifen für Taxis. Tatsächlich wird dieser Bereich jedoch für die Anlieferung des Hotels durch LKW benutzt. Noch schlimmer ist es beim «Casino»: Hier halten die LKW zum Zweck der Anlieferung direkt auf dem Radstreifen. Die Radfahrer müssen also auf die Fahrbahn ausweichen. Das ist gefährlich. Ab der Bushaltestelle Casino ist der Radstreifen problemlos zu befahren. Was ist zu tun?

Anstatt das Fahrverbot am Quai für Velos aufzuheben, wäre die Gefahrenzone im Bereich «National» bis «Casino» zu eliminieren. Eine Auf­hebung des Velofahrverbotes am Quai würde nur eine neue Konfliktzone zwischen Velos und Fussgängern schaffen. Warum nicht die Anlieferungszeit einschränken? Bis 10 Uhr am Morgen fahren sicher keine Familien mit dem Velo Richtung Verkehrshaus. Auch der Velopendlerstrom läuft dann eher vom Würzenbach Richtung Zentrum. Oder sollte man LKW-Fahrer büssen, die ihr Fahrzeug zwecks Ein- oder Auslad teilweise oder ganz auf dem Radstreifen abstellen? Auch hier wären Polizeikontrollen angezeigt.

Beat Gähwiler, Meggen


Der Veloverkehr auf der Haldenstrasse ist nicht gefährlich – es sei denn, man kommt mit der idyllischen Idee des vorletzten Jahrhunderts, ungestört über Flure und Haine pedalen zu können. Ich möchte zu folgender Überlegung anspornen: Wäre es nicht sinnvoller, die Velostreifen auf der Haldenstrasse abzubauen, um einer Busspur stadteinwärts (Verlängerung der bestehenden Spur) den Vorrang zu geben? An der Kreuzbuchtrasse könnte ein Veloparkplatz geschaffen werden – von da aus sind es 50 Meter zur Dietschiberg-Haltestelle, die dann ein rasches Ankommen im Stadtzentrum gewährleisten würde.

Vor und auf der Seebrücke ist der Veloverkehr in beide Richtungen tatsächlich eine Mutprobe – für alle Verkehrsteilnehmer. Wenn die Velolobby schon mit ihren unsinnigen Vorschlägen kommt, dürften die Fussgänger und Busbenützer auch mal etwas forscher auftreten: keine Velos auf dem Quai (sie sind sowieso immer wieder da!), keine in der Altstadt. Velos sind am Bahnhof beziehungsweise an der Kreuzbuchstrasse oder an anderen an der Stadtgrenze zu schaffenden Pools abzustellen. Von dort aus ist die VBL zu nutzen und zu unterstützen. Zum Schluss – und entgegen der Velolobby-Behauptung, Luzern sei die einzige Stadt, die Fahrräder auf dem Quai verbiete: In Konstanz steht neben dem Fahrverbot die Bemerkung: «Vernünftige fahren hier nicht, allen anderen ist es verboten.» Das könnte hier doch auch angewendet werden.

Brigitte Matteuzzi-Weber, Luzern

Dass sich die Verkehrsteilnehmer in einem saublöden Gerangel befinden, ist schon lange so. Jeder denkt, der andere hat zu viel. Und das stimmt ja auch, zu viele Protagonisten müssen sich den Raum zwischen den Häusern teilen. Und jetzt beginnt die Arithmetik, Bruchstrasse im Jahre 2016. Auf dem Trottoir lehnen etwa 50 Velos an den Hauswänden, dorthin gehören sie ja eigentlich nicht. Handkehrum verbrauchen sie, wenn sie auf der Strasse fahren, höchstens 10 Prozent Autofläche – beim Parkieren natürlich auch nicht mehr. Sie verbrauchen aber sicher dreimal mehr Fläche als ein Fussgänger. Das Auto steht also in der Negativstatistik an erster Stelle, zumal es auch noch unsere Atemluft mit Giften anreichert und kleine Kinder in den Tod befördert. Meistens transportieren Autofahrer auch nicht mehr als ein Velofahrer, sich selber, also eine Person, oder, wenn es hoch kommt, auch mal zwei.

Der Rückschluss wäre, dass Velofahrer und Fussgänger die Guten sind. Radio Jerewan würde sagen «im Prinzip ja, aber …!» Da wir es bei dem Streit am Quai mit Menschen zu tun haben, die oft von Rücksichtnahme keine Ahnung haben, muss man gar nicht an die Vernunft der verschiedenen Verkehrsteilnehmer appellieren. Nur eine saubere und klare Trennung von Fussgängern, Velofahrern und Autofahrern ist die richtige Lösung. Das Fazit ist: Klare Grenzen schaffen gute Nachbarn.

Michael Lange, Stansstad

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