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Veloverkehr: Untaugliche Vorschläge für die Haldenstrasse

«Für die Sicherheit der Velo­fahrer sollen Bäume weichen», Ausgabe vom 29. März
Brigitte Matteuzzi, Fussverkehr Schweiz, Automobilistin, Luzern

Kaum ist ein Gesetzesentwurf verworfen, kommt der nächste Streich: Nun sollen Bäume gefällt werden, um eine halluzinierte Un-Sicherheit zu gewährleisten. Die Haldenstrasse ist schnurgerade, übersichtlich, Hindernisse weithin sichtbar. Zugegeben: Es steht ab und zu ein Laster halb auf der gelben Fahrspur. Autofahrer erkennen dies sofort und sehen voraus, dass ein Velo plötzlich ausweichen könnte, um dieses so gefährliche Hindernis zu umfahren – bleibt nur die Frage, ob der Velofahrer nicht doch noch rechts auf das Trottoir ausweicht. Dann haben die Fussgänger das Problem.

Dies sieht Kurt Aeschlimann leider nicht. Gerade im Bereich des im Bericht erwähnten Fitnesscenters wird dem per pedes funktionierenden Teil der Bevölkerung äusserste Reaktionsfähigkeit abverlangt, verursacht durch die wie im Wespennest auf dem Trottoir an- und absausenden Velofahrer. Abwegiger Vorschlag Nr. 2 von Herrn Aeschlimann: eine Zone 30 in der Haldenstrasse. Wegen der Busbetriebe ist man doch als Automobilist sowieso schon beidseitig gezwungen, im ersten Gang zu flanieren!

Herr van der Heide bedauert, dass keiner der Vorschläge von Pro Velo umgesetzt wird – das stimmt einfach nicht! Es hat Verbesserungen für Velofahrer am Bundesplatz und auf dem alten Bahntrassee der Zentralbahn gegeben. Vielleicht spriesst auch dort einmal die vielzitierte Einsicht, es brauche ein konstruktives Miteinander, und er wird seinen heimlichen Zusatz «Aber wir zuerst!» ablegen? Wirkliche Gefahr für Velofahrer besteht zweifellos in der Bahnhofgegend, am Luzernerhof stadteinwärts und auf der Seebrücke; beim Autofahrer schnellt dort der Pulspegel auf Höchstwerte beim oft unumgänglichen Spurwechsel. Kommt da in der Dämmerung noch ein Velofahrer ohne Vorderlicht dazu, besteht für ihn selbst verschuldete Lebensgefahr. In Afrika nennt man so jemanden dann poetisch einen «Apprenti cadavre».

Brigitte Matteuzzi, Fussverkehr Schweiz, Automobilistin, Luzern

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