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Verantwortung gegenüber künftigen Generationen ist verloren gegangen

«Rechsteiners Coup», Ausgabe vom 18. März

Lustig, dass ausgerechnet eine linke Regierungsrätin mich letzthin auf die Präambel unserer Bundesverfassung aufmerksam gemacht hat. Dort steht: «... die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen» sowie «... im Bewusstsein der gemeinsamen Errungenschaften und der Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen». Wieso spreche ich das an? Die Reform Altersvorsorge 2020, welche das Par­lament beschlossen hat, wird beiden Zitaten nicht gerecht. Mit der Giesskanne wird Geld an Menschen verteilt, welche es nicht benötigen. FDP Präsi­dentin Petra Gössi hat es gut formuliert: «Die Frau an der Migros-Kasse muss ein Jahr länger arbeiten, damit der Rentner mit dem Porsche in der Garage 70 Franken mehr AHV bekommt.»

Um das Wohl der Schwachen zu stärken, wäre es ­beispielsweise auch möglich gewesen, mit dem Geld, welches jetzt per Giesskanne verteilt wird, die Minimalrenten der AHV zu erhöhen. Dieser Idee hat Mitte-links in ihrer Verbissenheit keine Beachtung geschenkt.

Das Bewusstsein für die Verantwortung gegenüber den künftigen Generationen ist bei Mitte-links vollständig verloren gegangen. Die Erhöhung der AHV um 70 Franken notabene nur für Neurentner wird jährlich 1,4 Milliarden Franken mehr kosten. Dies mag die jetzt schon angeschlagene AHV langfristig keineswegs verkraften. Man bedenke hier die demografische Entwicklung mit den Baby­boomern. Aber was kümmert das die Parlamentarier, welche dies beschlossen haben? Die meisten werden nämlich 70 Franken mehr AHV-Rente plus einen Umwandlungssatz von 6,8 Prozent erhalten. Zur Erinnerung: 70 Franken mehr AHV waren ursprünglich dafür gedacht, um den von 6,8 Prozent auf 6 Prozent gesunkenen Umwandlungssatz zu kompensieren. Dieser sinkt jedoch nur für die unter 45-Jährigen auf 6 Prozent. Das ist glasklar eine ungerechte Selbstbedienung auf die Kreditkarte der jungen Generation. Zum Glück wird es im Herbst zu einer Abstimmung über diese Reform kommen. Ich hoffe, dass die junge Generation den Rentenbeschiss erkennt und dies an der Urne deutlich kundtut.

Gian Brun, Vorstand Jungfreisinnige Kanton Zug, Hünenberg See

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