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Verkehr: Bevölkerung muss mitreden können

«Stadt Luzern: Zerren um Nordumfahrung», Ausgabe vom 19. Januar
Mario Senti, Luzern

Mit einer Autobahn mitten in ein Wohngebiet wird ein lebenswertes Quartier zerstört. Nicht nur zerschneidet die geplante Autobahn den Schulhausplatz Maihof, sondern sie zerstört auch wertvollen Lebensraum. Ganz praktisch: Wie sollen Schulkinder eine Autobahn überqueren? Wie können die Einkaufsläden auf der Seite Schlossberg erreicht werden? Kommt noch dazu: Der Verkehr von der Autobahn Richtung Ebikon käme schon im Maihofgebiet zum Erliegen. Nein, die Idee dieser Autobahn ist weder menschenfreundlich noch verkehrstauglich. Das Projekt verschlimmert mehr, als es nützt.

Mario Senti, Luzern

Die Entlastung des Feldkircher Stadtzentrums vom Verkehr beschäftigt die Vorarlberger und Liechtensteiner Politik bereits seit mehreren Jahrzehnten. Wie in Luzern sind auch in Vorarlberg neue Verkehrsinfrastrukturen in der Bevölkerung hoch umstritten. Nachdem ein erstes Projekt gescheitert war, hat man sich mit allen Anspruchsgruppen und der lokalen Bevölkerung an einen Tisch gesetzt und mögliche Lösungen ausgehandelt. Dieser Prozess hat mehrere Jahre in Anspruch genommen und wurde mit einer breiten Kampagne zum Einbezug der direkt betroffenen Bevölkerung begleitet. Schlussendlich wurde eine mehrheitsfähige Variante gefunden, und diese wird umgesetzt.

Auch in Luzern brauchen wir Lösungen für unsere Verkehrsprobleme. Es deutet jedoch alles darauf hin, dass es auf Kantonsebene in gleicher Art und Weise weitergehen wird. Soll möglicherweise die Spange Nord notfalls auch ohne Zustimmung der Stadtbevölkerung durchgesetzt werden? Das kann nicht gutgehen! Es muss nun endlich ein ernstgemeinter Prozess mit ehrlichem Einbezug der betroffenen Bevölkerung angegangen werden.

Claudia Huser, Kantonsrätin GLP, Luzern

Dass der Bund die gewaltige Summe von 1,347 Milliarden Franken in der Region Luzern investieren will, ist erfreulich. Die Pläne für den Bypass und die Nordumfahrung sind jedoch nicht geeignet, die Verkehrs­probleme in unserer Region zu lösen, deshalb sind diese Investitionen abzulehnen. Wir brauchen Projekte, welche die Lebensqualität der Menschen verbessern. Unsere Politiker müssen wir daran messen, ob das Wohl unserer Bevölkerung sie interessiert. Es ist zu wünschen, dass der Kantonsrat den Planungskredit für die Spange Nord über 6,5 Millionen Franken ablehnen wird. Es kann nicht sein, dass ein solcher Millionenbetrag am Volk vorbei verplant wird.

Schauen wir den Kantons­räten genau auf die Finger und bevorzugen wir bei den nächsten Wahlen Persönlichkeiten, die unsere Sorgen und Nöte ernst nehmen und verstehen. Ich bin überzeugt, dass es in allen Parteien Persönlichkeiten gibt, die sich für das Gemeinwohl einsetzen. Der Kanton Luzern muss beim Bund nochmals vorstellig werden und darauf hinweisen, dass der Durchgangsbahnhof, im Gegensatz zum Bypass, direktdemokratisch legitimiert ist. Bekanntlich hat die Luzerner Stimmbevölkerung bereits im November 2009 einem Kredit von 20 Millionen Franken zur Planung eines Vorprojekts für den Durchgangsbahnhof Luzern zugestimmt. Der Kanton Luzern sollte dem Bund deshalb vorschlagen, dass er auf den Bypass verzichtet und der Durchgangsbahnhof im Ge­genzug früher realisiert werden soll – oder dass wir mindestens eine Garantie zur Rückzahlung bei einer Vorfinanzierung bekommen.

Hans-Ruedi Brunner, Luzern

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