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Verkehrsprobleme in Luzern: Tiefbahnhof ist falsche Lösung

«Vernachlässigt der Bund die Sicherheit?», Ausgabe vom 25. März
Viktor Rüegg, Kriens, Präsident Verein Bahndreieck Luzern-Nord

Ständerat Graber hofft mit Regierungsrat Küng, dass die Zugentgleisung im Bahnhof Luzern dem Projekt Tiefbahnhof vorzeitig auf die Sprünge hilft. Er übersieht dabei, dass ein zentralisierter Ausbau des Bahnverkehrs beim heutigen Bahnhof weder Sicherheits- noch Verkehrsprobleme löst, sondern vielmehr neue schafft:

Je zentralisierter und grösser verkehrstechnische Einrichtungen sind, umso schwerwiegender wirken sich Störungen (zum Beispiel wegen Stromausfalls, Unfällen, Bombendrohungen) aus. Die mit dem Tiefbahnhof verfolgte ÖV-Frequenzsteigerung um 40 Prozent findet zudem am falschen Ort statt, nämlich im heute schon überlasteten Bahnhofgebiet, das bei 40 Prozent mehr Zu- und Wegfahrten durch Busse, Personenwagen, Mofas und Velos den endgültigen Verkehrskollaps erleiden wird.

Wenn die beschränkt vorhandenen Mittel des Bundes in den 2,5 Milliarden Franken teuren Tiefbahnhof investiert werden, fehlen Mittel zum überfälligen Ausbau des regionalen S-Bahn-Verkehrs mit neuen Stationen Paulusplatz, Kreuzstutz und Rotseeried sowie der Bahn-Schleife Rotseeried–Emmenbrücke. Der überparteiliche Verein Bahndreieck Luzern Nord setzt sich für eine Alternative zum Tiefbahnhof Luzern ein, die sich im Wesentlichen mit der vom Bund richtplanerisch eingeforderten oberirdischen Ausbauvariante des S-Bahn-Verkehrs deckt (siehe <%LINK auto="true" href="http://www.bahndreieck-luzern-nord.ch" text="www.bahndreieck-luzern-nord.ch" class="more"%> ). Diese Alternative ist um mindestens die Hälfte kostengünstiger und deshalb schneller und auch etappenweise realisierbar. Sie fördert den ÖV-Regionalverkehr mit neuen Bahnstationen dezentral und entlastet damit den heute schon massiv überlasteten Bahnhofplatz. Sie erübrigt auch längere Umsteigewege und Umsteigezeiten im Hauptbahnhof. Mit einem dritten Gleis ab Sentimatt bis zum Bahnhof wird das dortige Nadelöhr wesentlich entschärft, womit zusätzliche Züge Luzern anfahren können. Und die neue Verbindungsschlaufe von der Basel-Linie in die Zürich-Linie mit einem Doppelgleis entlang des Rotsees macht Luzern wieder interessanter für direkte Nord-Süd-Verbindungen. Es ist zu hoffen, dass die Bundesversammlung die Standesvertreter von Luzern zurückpfeifen und in Richtung einer kostengünstigeren Lösung umdirigieren wird.

Viktor Rüegg, Kriens, Präsident Verein Bahndreieck Luzern-Nord

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