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Verständliches «Nein, danke»

«Zuger weibeln gegen Energiegesetz», Ausgabe vom 11. März

Die «Zuger Zeitung» berichtet, dass sich ein Zuger Komitee gegen die neuste Vorlage zum Energiegesetz, über die wir im Mai abstimmen werden, bildet. Wen wundert’s? Wenn wir die eidgenössische Energiepolitik im Rückspiegel betrachten, verstehen wir den Missmut im Blick in die Zukunft.

In den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab’s für den Bund nur eines: die Kernkraft. Er liess den Versuchsreaktor in Lucens bauen. Im Oktober 1980 sprach das Parlament einen Kredit zur Förderung der Suche nach Erdöl in der Schweiz, und in den 90er-Jahren stand Erdgas im Zentrum. Bundesrätin Calmy-Rey pilgerte in den Iran und warb mit Schleier bei den Mullahs.

Dann kam der Paukenschlag von Bundesrätin Leuthard: Schluss mit dem Atom, jetzt bauen wir auf Fotovoltaik, Wind und Geothermie. Und den Erfolg erkaufen wir mit steigenden Subventionen. Die Suche nach Erdwärme ging allerdings zuerst einmal schief; trotzdem soll sie in Plänen des Bundes ein halbes Kernkraftwerk ersetzen. Und kürzlich verkündete der Bundesrat, wir hätten zwar ein Potenzial an Erdgas im eigenen Boden für 30 Jahre, aber es soll zur Schonung des Klimas dort bleiben. Also lieber russisches Gas aus Sibirien einführen und dabei so viel Energie fürs Verpumpen und an Verlusten in Kauf nehmen, wie wir jetzt verbrauchen. Die Abgase fallen allerdings nicht bei uns, sondern anderenorts an.

Diesen Schlingerkurs mag man als historisch abhaken, doch ist er laufend mit mehr staatlichen Vorschriften und Ausgaben gepaart. Die Kosten zahlen der Steuerzahler und der Konsument, und das nicht knapp! Mit 1,7 Milliarden Franken jährlich rechnet das sehr optimistische Bundesamt für Energie allein zur Förderung der erneuerbaren Energien mit 30 Milliarden Franken bis 2050 Mehrkosten aufgrund des Verzichts auf neue Kernkraftwerke.

Dazu kommen aber noch die in den Staatspapieren nicht sichtbaren Kosten, die beim Bürger anfallen, wenn er all die neuen Vorschriften einhalten muss, denn die Spirale dreht sich immer schneller in Richtung einer Planwirtschaft, in der die Behörde befiehlt und der Bürger bezahlt.

Daher das «Nein, danke» des Zuger Komitees.

Georg Stucky, Baar

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