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Verwaltungsräte sollten nicht wegschauen

Zu den Enthüllungen rund um die Postauto AG
Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri

Doris Leuthard und Ueli Maurer, Sie haben Ihre Departemente, die Swisscom, die SBB, die Post, das VBS nicht mehr im Griff. Was in der letzten Zeit von unserer so genannten Elite gemacht worden ist – da wird es mir speiübel. Der Postauto-Skandal: Das ist einfach Betrug, wenn Profite versteckt und zusätzliche Kosten erfunden werden, um den Gewinn zu drücken. Dadurch wurden seit dem Jahr 2013 78,3 Millionen Franken mehr Subventionen vom Bund und den Kantonen generiert. Zusätzlich wurden noch 200 000 Franken Fehlbuchungen gemacht. Susanne Ruoff hatte sich lange geweigert, die vom Bundesamt für Verkehr verlangten Dokumente zu liefern. Erst im November lieferte sie die Unterlagen, da flog der Skandal auf. Es besteht eine Aktennotiz von einer Sitzung im Jahr 2013, unter anderem mit dem Namen Susanne Ruoff. In dieser Sitzung wurden offenbar Abläufe diskutiert, um eine Gewinn-Optimierung zu erzielen, und wenn Frau Ruoff heute kommuniziert, sie hätte das erst im vergangenen November erfahren, rate ich ihr dringend, einen Arzt aufzusuchen. Für solche Vergesslichkeiten ist diese Person einfach untragbar. In den Jahren, in denen die Postauto-Gewinne verschleiert worden sind, ist der Lohn des Postkaders stark gestiegen. Wenn das so ist, müssten der Bonus für diese Jahre und ein Teil des Lohnes sofort zurückerstattet werden. Nun haben sich auch ehemalige Buslinien-Besitzer gemeldet, die Postauto AG hätten so günstige Angebote gemacht, dass es für sie finanziell nicht mehr tragbar war. Waren da etwa Dumping-Preise im Spiel, wurden dadurch die Privaten ausgeschaltet? Die Glaubwürdigkeit von Frau Ruoff ist zu 100 Prozent verloren gegangen. Auch die Konzernleitung sollte verschwinden, der Chef des Verwaltungsrats Urs Schwaller hat ja seinen Posten nur dank seiner Parteikollegin Leuthard bekommen. Verwaltungsräte sollten nicht wegschauen, kritisch sein und nicht nur Geld kassieren, aber dies wird ja die Hauptsache sein.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri

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