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Leserbrief

Schulausflüge: Viele Eltern
sind enttäuscht

«Unsichere Zukunft für Schulausflüge», Ausgabe vom 11. Juli

Die neuen Bestimmungen, dass Eltern keine Beiträge an Schulreisen leisten dürfen, sind bereits spürbar. Schulreisen ausserhalb der Kantonsgrenzen scheinen schon jetzt nicht mehr möglich. Beispiel Schulreise 1. Oberstufe (!): Velotour nach Luzern zum Trail mit Schatzsuche. Der Schatz: ein Biberli pro Person. Fehlt doch nur noch, dass jemand auf die findige Idee kommt, dass man doch die Gemeindegrenzen «abwandern» könnte, als Schulreise! Zur Horizonterweiterung? Bisher habe ich von anderen Eltern ebenfalls Enttäuschung registriert, vor allem aber auch durchwegs von allen gehört, dass sie gerne bereit wären, einen Beitrag zu bezahlen.

Ebengerade mit Chancengleichheit hat doch diese asoziale Neuerung nicht wirklich viel zu tun: Kinder, deren Eltern Mühe hätten, einen kleinen Beitrag an eine schöne Schulreise zum Kennenlernen unseres schönen Landes zu erübrigen, dürfen wohl kaum damit rechnen, dass sie in Freizeit oder Ferien so etwas zu erleben. So ein Ausflug mit einer ganzen Familie dürfte ja erst recht unerschwinglich sein.

Skitage werden künftig ebenfalls Schnee von gestern sein. Der ÖV und die Bergbahnen werden das Manko in Zukunft im Sommer wie im Winter wirtschaftlich zu spüren bekommen.

Aufgezwungene Geld-Verdien-Aktionen zur Aufbesserung der Klassenkassen sind lediglich eine andere Art der Elternbeiträge: Gekauft werden ja Produktionen wie Kuchen, Schultheater oder Schülerzeitungen, seien wir ehrlich, wieder vorwiegend von den Eltern. Die dafür investierte Zeit steckt man meiner Ansicht nach besser in das gut gefüllte Lernprogramm. Nebenbei: Mit der Klasse Autos zu waschen traut sich keine Lehrperson mehr – das Risiko ist zu gross, dass irgendein findiger Autofahrer sich nachher auf Kosten der Schüler das Auto neu lackieren lässt mit der Begründung, sie hätten es beim Waschen zerkratzt.

Schade für die Kinder. Ich erinnere mich nicht mehr so richtig an die Unterrichtstage meiner Schulzeit, das gebe ich ehrlich zu. Doch die schönen Schulreisen, die uns durch die ganze Schweiz geführt haben, sind mir, jede Einzelne, in lebhafter Erinnerung. Wäre es nicht angebracht, diesen traurigen Unsinn zu stoppen und uns Eltern wenigstens freiwillige Beiträge zu erlauben?

Petra Frey, Neuenkirch

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