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Leserbrief

Vollgeld-Initiative: Für die Bankenstruktur in Nidwalden besonders gefährlich

Zur eidgenössischen Abstimmung über die Vollgeld-Initiative vom 10. Juni

Elf Gemeinden, 42000 Einwohner, 18 Banken, davon allein fünf in Stans: Unser Kanton besitzt noch ein engmaschiges Bankennetz. Dieses Netz sorgt mit der Kreditvergabe für wirtschaftlichen Erfolg, vor allem für die KMU im Kanton. Zudem ist gerade die Kantonalbank auch ein attraktiver Arbeitgeber mit 162 Mitarbeitern.

Sie ahnen, worauf ich hinaus will? Richtig! Es geht um die Vollgeld-Initiative. Würde sie angenommen, hätten wir in Nidwalden sehr bald das Nachsehen. Es ist fraglich, ob wir unsere bewährte Bankenstruktur halten könnten. Alle Anzeichen sprechen dagegen.

Die Initianten wollen, dass nur noch die Nationalbank Geld schaffen darf. Den Banken würde das elektronische Buchgeld aus den Händen gerissen und die Kreditvergabe verstaatlicht und zentralisiert. Das bewährte, effiziente und dezentral geführte Geldsystem ist aber einer der wichtigsten Motoren für unsere Wirtschaft.

Ein Ja zur Initiative würde automatisch zu einer Kreditverknappung führen. Das träfe nicht nur nachhaltig die Wirtschaft, sondern auch aktuelle und künftige Eigenheim-Besitzer, die sich diesen Traum nicht mehr erfüllen könnten.

Vorbei mit dem Vorteil, dass sich Bank und Kunden noch kennen. Die Flexibilität für bedürfnisgerechte Kredite an KMU, Hausbesitzer und Private wäre auf einen Schlag weg. Denn: Plötzlich müsste die Nationalbank entscheiden, wer, wie und überhaupt noch Kredite erhält. Doch das will selbst die Nationalbank nicht. Sie möchte kein zentralisiertes und künstlich verteuertes Geldsystem. Sie führt ins Feld, dass dieses weltweit noch nirgends erprobte Konzept zwangsläufig zu einer verlangsamten, bürokratisierten und vor allem teureren Kreditvergabe führen würde.

Für mich ist klar: Es herrscht höchste Gefahr bei einem Ja. Die Investitionstätigkeit käme mehr oder weniger zum Erliegen – Arbeitsplätze gerieten in Gefahr. Und wozu? Für ein Hochrisiko-Experiment einiger «angefressener» Geldtheoretiker, die in unserer direkten Demokratie das beste Testfeld für ihre gefährlichen Ideen sehen? Da sage ich klipp und klar: Das gilt es zu verhindern!

Hans Wicki, Ständerat, Hergiswil

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