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Vom Verkehr überrascht?

Zum Artikel «Blechlawine dringt in Quartiere ein», Ausgabe vom 24. Juli

Richtig, Hergiswil ist ein Nadelöhr für den Nord-Süd-Verkehr und die Anbindung von Nidwalden nach Luzern und weiter. Die Autobahn bringt seit 1964 die aktuelle Erschliessung von Nidwalden mit dem entsprechenden volkswirtschaftlichen Aufschwung und seit 1980 die praktische Durchfahrt ins Tessin und nach Italien. Nun scheint, dass dieses Verkehrssystem im Abschnitt Hergiswil–Horw zeitweise schon zum Erliegen kommt, insbesondere während des Ferienverkehrs oder aufgrund eines Unfalls oder Pannenfahrzeugs. Spontane Ausweichrouten sind dann die Kantonsstrassen via Stansstad und Hergiswil, jedoch ohne grosse Kapazität. Moderne Hilfsmittel wie das eingebaute GPS im Auto oder auf unterdessen jedem Smartphone lassen auch eigentlich ortsunkundige Auswärtige auf lokalen Strassen die vermeintliche Ausweichroute suchen. Also Stau überall.

Und der Verkehr auf unserer Autobahn wird noch zunehmen. Denn noch steht aus, dass in Luzern Süd bis 15 000 neue Bewohner und Arbeitsplätze angesiedelt werden. Auch wir Nidwaldner gaben kürzlich Grün für den Bau einer 2. Röhre am Gotthard, und ein möglicher Autobahn-Bypass in Luzern wird die Strassenkapazität von heute vier auf neu insgesamt acht Spuren erweitern. All diese Bauwerke generieren weiteren Verkehr.

So dürfen wir nicht wirklich überrascht sein von neuem Verkehr auf Nidwaldner Strassen. Aufgrund unseres verkehrspolitischen Willens ist die Überforderung des Nidwaldner Verkehrsabschnitts offensichtlich vorprogrammiert. Ich sehe auch keine wirkliche Aussicht auf einen sechs-spurigen Autobahntunnel durch Hergiswil. Wir suchen alle das Heil in der schnellen Anbindung, in der praktischen Durchfahrt und meinen gleichzeitig, keinen Mehrverkehr zu generieren.

Wir wollen mehr Mobilität und weniger Verkehr. Mit Autobahnen und dem klassischen Automobil schaffen wir oft nur den Verkehrskollaps. Wir brauchen also neue Konzepte. Ob wir Nidwaldner das (allein) schaffen?

Conrad Wagner, Landrat Grüne, Stans

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