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Von Bratwurst-Touristen auf dem Bürgenstock und Fluglärm

«Bürgenstock eckt mit Preispolitik an», Ausgabe vom 23. Juni
Werner Jöri, Alt Nationalrat Kanton Luzern, Ennetbürgen

Der Schleier des Märchens aus Katar ist gelüftet. Der Fahrpreis «Bürgerstock» ist ein Affront. Vor Jahren wurde uns von «unsrigen» Managern versichert, dass Bratwurst-Touristen willkommen seien. Zückerchen wurden listig ins Volk gestreut. Mit der unsorgfältig erteilten Baubewilligung im Sack, «schlug das Zuckerpapier dann schnell ab». Erstmals betraten Scheichs aus Katar die Bühne. Kulturelle Unterschiede anerkennend, sei die mangelnde Legitimation ihrer Herrschaft hier ausgeklammert. Es darf aber wohl noch gesagt sein, dass sie wenig am Hut haben mit dem gemeinen Volk. Sie wandten sich an die Regierung Nidwaldens. Ist nachvollziehbar, dass sich die Herrscher aus Katar für den Blankocheck erkenntlich zeigen wollten. Bemühungen, das Reisli mit Damenbegleitung ins märchenhafte Katar diskret abzuwickeln, misslangen. Wie weiter?

Der wirtschaftliche Erfolg ist fraglich. Der Wechsel des Besitzes in noch unbekanntere Hände ist absehbar. 600 von 800 Stellen sind unbesetzt. Neben geringen Löhnen könnten andere Bedingungen eine Rolle spielen, wie Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes und Wohnungssuche. Es ist bedauerlich, dass die Gemeinde Ennetbürgen wegen des grossen Verkehrsaufkommens nicht auch die Busverbindung ab Ennetbürgen an die Baubewilligung geknüpft hat. Damit muss Stansstad allein den massiven Verkehr (Bus und Individualverkehr) tragen. Der Ball liegt momentan beim Kanton, der den Bus beschlossen und die Finanzierung zugesichert hat.

Der Landrat wird im August die 10 Millionen Franken für den Flugplatz Buochs bewilligen. Neben der Grundsatzfrage, ob es Kernaufgabe eines Kantons ist, einen Flugplatz zu betreiben, ist die wirtschaftliche Bedeutung für die Pilatuswerke nicht bestritten. Dass Kloten seit langer Zeit Richtung Buochs schielt, um seine begrenzte Kapazität zu entlasten, ist bekannt. «Das Landen mit Ihrem Privatjet vor der Türe Ihres Traumhotels» wird absehbar für das Resort überlebensnotwendig. Nicht aber für die Nidwaldner Bevölkerung, die nach jahrzehntelanger Duldung des Militärfluglärms die heutigen 25 000 Flugbewegungen pro Jahr im Interesse der Bedeutung der Pilatuswerke und den damit verbundenen Arbeitsplätzen bereit ist zu tragen. Mehr bitte nicht.

Werner Jöri, alt Nationalrat Kanton Luzern, Ennetbürgen

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