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Leserdebatte

Von Gemeinwohl und Rendite und einem unfreiwilligen Selbstversuch im Spital

«Spital stellt Gegner ins Abseits», Ausgabe vom 23. Mai

Verwundert es jemanden, dass der neue Spitalratspräsident als Ökonom der Uni St. Gallen die Zukunft unseres Kantonsspitals in einer gewinnorientierten Spital-Holding sieht?

Die störende Mitsprache von uns Luzernerinnen und Luzernern fällt dann weg, und statt des Gemeinwohls steht dann endlich die Rendite im Zentrum. Die Spitalleitung spricht sich sogar dagegen aus, dass ein Regierungsrat bei einer solchen Spital-Holding im Verwaltungsrat Einsitz nehmen dürfte.

Das zeigt: Man will zukünftig so wenig demokratische Mitsprache beim Spital wie möglich. Wer diesen neoliberalen Umbau stoppen und die demokratische Kontrolle über unsere Spitäler behalten möchte, sagt Ja zur Gesundheits-Initiative. Sie sichert die bewährten Spitalstrukturen und auch die bestehenden Spitalstandorte im Gesetz.

Urban Sager, Präsident VPOD und Kantonsrat SP, Luzern


Unglück im Glück! Ich stand im Einsatz mit dem FC Kantonsrat, als ich mir bei einem schön herausgespielten Tor das Wadenbein brach und die Bänder im Sprunggelenk anriss. Nach einem Zwischenhalt in der Permanence verbrachte ich den Sonntagnachmittag vor drei Wochen in der Notfallchirurgie des Kantonsspital Luzerns. Warum ich davon erzähle? Weil mich der unfreiwillige Selbstversuch darin bestätigt hat, die Gesundheits-Initiative abzulehnen. Luzerner Spitäler wissen genau, wo sie wie viel Personal mit welcher Qualifikation einsetzen. Ich wurde zwar nicht von Doktor Müller-Wohlfahrt («Der Arzt, dem die Fussballer vertrauen») versorgt. Die Ärztinnen und Pfleger waren aber kaum weniger kompetent und umsichtig. Die Spitäler sind daran interessiert, genügend und qualifiziertes Fachpersonal einzusetzen. Die Initiative verlangt aber, dass der Kanton den Spitälern künftig einen Personalschlüssel vorschreiben muss. Die Verwaltung und die Kantonsparlamentarier sollen den Spitälern künftig vorgeben, wie sie das Pflege- und Ärzteteam der Notfallchirurgie zusammenzusetzen haben. Das ist Unsinn! Ein staatlich vorgeschriebener Personalschlüssel ist unnötig, bürokratisch und realitätsfremd.

Adrian Bühler, Kantonsrat CVP, Eschenbach

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