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Vorschlag für Südumfahrung

«Küssnacht: Südumfahrung spaltet Bezirk», Ausgabe vom 4. April
Alois Tschopp,

Der Bezirksanteil von 116 Millionen Franken für die zweite Etappe der Südumfahrung bewog mich, wieder einmal an die Bezirksgemeinde zu gehen und mich vor Ort zu informieren. Ich ging leise enttäuscht nach Hause. Ich hatte erwartet, transparent informiert zu werden, unter welchen Bedingungen dieses Geschäft finanzierbar oder eben nicht finanzierbar ist. Nach dieser Bezirksgemeinde kann ich mir aber kaum vorstellen, dass der Abschnitt zwei ohne eine ­moderate, zeitlich befristete Steuererhöhung zu realisieren ist. Aussergewöhnliche Bauprojekte mit einem solch hohen Finanzierungsbedarf erfordern aussergewöhnliche Finanzierungsmassnahmen und möglicherweise auch gesetzliche Anpassungen.

Angenommen eine zehnprozentige Steuererhöhung auf 175 Prozent ergäbe einen Mehrertrag von rund 2,6 Millionen Franken pro Jahr. Bis ins Jahr 2029 kämen so ab 2018 in 12 Jahren ungefähr 31 Millionen zusammen. Die anfallenden Kosten von ungefähr 31 Millionen von 2022 bis Mitte 2029 könnten so für den Abschnitt zwei laufend aus dieser Vorfinanzierung bezahlt werden. Es bliebe dann eine Restamortisation von 83 Millionen Franken zu tilgen.

Die Realisierung des Abschnitts zwei sollte, wenn möglich, auch von allen anderen anstehenden Infrastrukturprojekten losgelöst betrachtet werden können, damit die Restamortisation für alle Steuerpflichtigen besser überblickbar wäre. Sofern die Abstimmung am 21. Mai positiv ausfällt, würde genügend Zeit bleiben, um bei der zuständigen Behörde für ein solches Mehrgenerationenprojekt abzuklären, ob die Amortisation auf dem Restwert von 63 Millionen ausnahmsweise 6 oder gar 4 Prozent statt 8 Prozent sein könnte und ob nicht doch noch ein Beitrag aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) des Bundes zu erhalten wäre.

Fazit: Mit einer Vorfinanzierung durch eine zweckbestimmte, zeitlich befristete Steuererhöhung würden alle Steuerpflichtigen in unserem Bezirk ab sofort an den Abschnitt zwei solidarisch zahlen. Alle anderen Infrastrukturbedürfnisse in unserem bald auf 15000 Bewohner anwachsenden Bezirk müssten nicht, wie mehrmals an der Bezirksgemeinde angedroht, zurückgestellt werden.

Alois Tschopp, Küssnacht am Rigi

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