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Warum das Bahndreieck Luzern Nord nicht funktioniert

Zur Diskussion über den Tiefbahnhof Luzern
Peter Huber, Luzern

Leserbriefschreiber Martin D. Simmen (Ausgabe vom 8. Februar) hat natürlich recht mit der Annahme, dass der Tiefbahnhof Luzern in weite Ferne gerückt ist. Ein künftiger Bahnhof Luzern Nord hat nebst Vorteilen allerdings auch grosse Tücken, die niemand benennen will. Meines Erachtens ist der Pendlerverkehr aus Bern, Basel und Zürich in Luzern Nord zum Beispiel abends nicht zu bewältigen. Die Verkehrsstromanalysen zeigen, dass rund zwei Drittel der Fahrgäste die Stadt Luzern als Ziel haben, inklusive Umsteigeverkehr Richtung Brünig/Engelberg/Wolhusen. Zur vollen Stunde kommen nach den bisherigen Erfahrungen innert zehn Minuten rund 2500 Personen in Luzern an. Diese Zahl ist mit Umsteigen in Luzern Nord nicht zu bewältigen oder es müssten wiederum zwischen Luzern Nord und Luzern City Züge mit grossem Platzangebot zur Verfügung stehen. Dasselbe gilt für Ausflugstage, wo die Reiseziele eindeutig Luzern, der See und die Berge sind. Der Zeitverlust für das Umsteigen grösserer Menschenmengen in Luzern Nord ist ebenfalls problematisch. Das Zugsangebot ist gar nicht vorhanden für Pendlerströme, wie sie in Luzern innert weniger Minuten vorkommen. Was bleibt? Die Züge aus Bern, Basel und Zürich müssten aus Frequenzgründen gleichwohl bis Luzern geführt werden. Ob dann der Bahnhof Luzern Nord noch nötig ist?

Peter Huber, Luzern

Den Durchgangsbahnhof Luzern braucht es doch! Man lese den Artikel von Werner Stohler: «Die Durchmesserlinie Luzern als Schulbeispiel vernetzter Eisenbahnplanung» in «Schweizer Eisenbahn-Revue» 10/2016 oder direkt im Internet. Dort wird klar aufgezeigt, dass es keine bessere Lösung gibt, neben lokalem und regionalem Nutzen resultieren auch nationale und internationale Verbesserungen (zum Beispiel eine halbe Systemstunde Gewinn zwischen Deutschland–Basel–Italien, plus Entlastung des Knotens Zürich). Muss da noch über Kosten-Nutzen diskutiert werden?

Die Nachteile von Luzern Nord könnten so vermieden werden: Starke Störung des Erholungs- und Naturschutzgebietes Rotsee, die Nichtanbindung der Touristengebiete Engelberg, Brünig, Vierwaldstättersee. Stohler vergleicht den Durchgangsbahnhof mit dem Schlussstein beim Bau einer Bogenbrücke, ohne den die Brücke nicht trägt.

Felix Schönbächler, Luzern

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