Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Leserbrief

Warum das neue Theater ein Traum bleiben wird

Luzern: «Theater – so flexibel wie möglich», Ausgabe vom 19. September

Gelegentlich liest man, es sollte nicht jeder Kanton über eine Herz-, Lungen- oder sonstige Spezialklinik verfügen. Denn durch Zentralisierung könnten Behandlungserfolge verbessert und auch Kosten gespart werden. Was für das lebenswichtige Gesundheitswesen gilt, muss auch bei subventionierten Luxusanstalten, wie Theatern, Opernhäusern und Ähnliches gelten. Da in Zürich, Basel und Bern genügend Häuser in einer Zugstunde erreichbar sind, braucht Luzern kein neues Theater. Das Haus sollte der freien Szene für einen symbolischen Mietzins überlassen werden, die Stadt nur für Dach und Hausfassade aufkommen und strikte Nutzungsbestimmungen vereinbaren.

Gemäss Hochschule Luzern generiert das KKL einen Mehrwert von rund 75 Millionen Franken pro Jahr für die Region bei nur 4,5 Millionen Franken Betriebszuschuss. Unser Theater verschlang jährlich rund 22 Millionen Franken öffentliche Gelder. Der Mehrwert für die Region wurde nie errechnet.

Ein neues Theater käme im Betrieb noch viel teurer. Es steckt mehr Herzblut der ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Landtheatern der Umgebung, als es am Luzerner Theater der Fall ist, der vertragsbrüchige Intendant eingeschlossen. Woher sollen Stadt und Kanton die 70 bis 80 Millionen Franken für einen Neubau nehmen?

Die Salle Modulable wurde nicht durch den Kantonsrat versenkt, wie am 4. Oktober in dieser Zeitung stand, sondern durch das Gezänk und die Eifersüchteleien zwischen den ein neues Theater Fordernden. Insbesondere jedoch durch die Weigerung des ehemaligen Stadtpräsidenten Urs Studer, sich für eine stiftungsgemässe Verwendung der 120 Millionen Franken von Herrn Engelhorn für die Salle Modulable einzusetzen und diese als wichtigstes seiner vielen «Leuchtturmprojekte» zu behandeln.

Die Träume der Leserbriefschreiber Philipp Zingg (Ausgabe vom 21. September) und Silvio Panizza (Ausgabe vom 25. September) werden leider Träume bleiben. Kürzlich erläuterte ein Experte in der Presse, warum sich ein Erfolg wie mit dem KKL mit einem Theater in Luzern nicht wiederholen lässt.

Wolfgang Schüler, Luzern

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.