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Leserbrief

Warum Stacheldrahtzäune weiter erlaubt sein sollten

«Stacheldraht soll verboten werden», Ausgabe vom 24. Juli

Das Bild in der Zeitung zeigt links einen vierspännigen und rechts einen dreispännigen Stacheldraht. Weshalb bin ich gegen ein Verbot? Erstens sind Stacheldrahtzäune innerhalb von Wiesen am Aussterben, weil meistens mit Elektrozaun gearbeitet wird. Zweitens finden sich, wie im Bericht richtig erwähnt, am häufigsten noch Stacheldrahtzäune auf Alpen den Waldrändern entlang. Diese stellen auch die Grenze von Weide und Wald dar. Für solche Grenzzäune dürfte grossmehrheitlich ein zweifacher Stacheldrahtzaun ausreichen, um dem Weidvieh die Grenze zu markieren und in der Regel auch zu sichern. Stacheldrahtzäune mit nur zwei Stacheldrähten stellen keine Gefahr mehr für die Wildtiere dar, da sie problemlos durch die Zwischenräume schlüpfen können. Die Verletzungen beim Weidvieh selbst sind absolut marginal, weil man heute viel die grösseren Weideflächen zuteilt, und weil die Tiere auch keinen Grund mehr haben, wegen Futtermangels die Zäune zu durchbrechen oder zu überspringen, was früher noch zu Zitzenverletzungen führen konnte. Dreispänniger Stacheldraht dürfte höchstens noch auf Alpen erstellt werden, wenn es um die Minderung der Absturzgefahr der Weidtiere geht. Wo ausserhalb des dreispännigen Stacheldrahtzauns der nackte Felsabgrund gähnt, springen wegen ihrer «Ortskenntnisse» auch keine Wildtiere durch den Zaun. Schlussfolgerung: Auf offenen Weiden sollte es keinen Stacheldraht mehr geben, als Grenzzaun entlang von Waldrändern sollte zweispännig erlaubt sein und dreispännig im Notfall, wo es der Älpler aus Sicherheitsgründen für unabdingbar hält. Absolut berechtigt ist der Vorstoss Frey, die herumliegenden Zäune einzusammeln. Dies betrifft aber meistens Maschendrahtgeflechte nicht mehr bestossener Schafweiden oder eben Stellen, wo der Maschendraht bereits durch den Elektrozaun ersetzt wurde.

Alois Zurfluh, ehem. Älpler, Mosnang

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