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Was das Musegg-Parkhaus und ein Eisenbahntunnel miteinander zu tun haben

Zum Leserbrief «Als würde mit dem Aushub der Leibhaftige freigelassen», Ausgabe vom 27. Dezember
Lisbeth Wagner,

Den Befürwortern des Parkhauses Musegg und einigen bürgerlichen Politikern scheinen die Argumente auszugehen. Die Emotionen gehen hoch, und mit Feindbildern wird Aufmerksamkeit gesucht. Der Tunnel der Museggmauer verläuft gut 180 Meter von der Museggmauer entfernt in einem grossen Bogen um die Museggmauer zum Ausgang im Bellerive. Beim Parkhaus Musegg würden jedoch 500000 Tonnen Felsmaterial während drei bis vier Jahren durch die ganze Stadt gefuhrwerkt. Dazu kämen erst noch tägliche Zulieferungen von Baumaterialien, Maschinen, Geräten sowie der restliche Baustellenverkehr.

Um was geht es eigentlich beim Parkhaus Musegg? Es geht darum, die Verkehrsprobleme in der Innenstadt zu reduzieren. Es ist jedoch richtig, dass der Stadtrat die Verkehrsprobleme von Luzern als Ganzes lösen will. Mit dem Parkhaus Musegg würden sie um einige hundert Meter verschoben. Es würde Rückstaus bei den Autobahn-ein- und -ausfahrten geben und Mehrverkehr in den Wohngebieten. Die Quartiere würden mit massivem Mehrverkehr, zusätzlichen Abgasen und vor allem Feinstaub im engen Wohnbereich extrem belastet. Auch das Problem des Massentourismus in der Innenstadt wird mit dem Loch unter der Museggmauer nicht gelöst. Bekanntlich wollen die Juweliere ihre Kunden am Schwanenplatz vor dem Geschäft, nicht im Tunnel.

Nur mit grossen Denkprozessen sind gute Lösungen möglich. Bund, Kanton und Stadt, SBB und Initianten sollten gemeinsam grossräumig zukunftsgerichtete Mobilitäts- und Verkehrskonzepte errichten. Zum Beispiel mit Park-and-ride für die Agglomeration, allenfalls ohne Tiefbahnhof und einem Bahnhof Luzern Nord mit Fernbusverbindungen. Schon kurzfristig braucht die Stadt ein nachhaltiges Carparkkonzept ausserhalb der Innenstadt. Der Stadtrat arbeitet daran. Dazu braucht er von allen politischen Lagern Unterstützung, gute Ideen, mehr Sachlichkeit und keine Polemik.

Lisbeth Wagner, Luzern

Ja, seit über 100 Jahren fährt die (Ex-)Gotthardbahn/SBB/SOB eben gerade nicht durch den Musegghügel, wie vom Verfasser des Leserbriefes dargelegt. Vielmehr liegt der Tunneleingang im Mühlematt-Taleinschnitt, und das Trassee führt im Tunnel unter Vorderbramberg, Allenwinden, Schlossberg, Vorderwesemlin bis Halde/Haldenrain. Und zwar stets mindestens 150 Meter vom Wachtturm, dem nächstgelegenen Turm, und 400 Meter vom Allenwinden- und Dächliturm entfernt. Ja, viele, nicht bloss Dutzende Meter. Er ist auch 150 bis 200 Meter vom sensiblen Gletschergarten und Löwendenkmal entfernt (Quelle: Offizieller Stadtplan Luzern, Landeskarte Blatt 1150, Plan von Luzern für den Schulgebrauch 1963).

Kaspar Huber, Luzern

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