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Was gute Bildung ausmacht

«Verkehrte Bildungspolitik», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 9. April
Gaudenz Zemp, Direktor Gewerbe­verband Kanton Luzern, Luzern

Die Luzerner Wirtschaft ist zwingend auf gut ausgebildete Mitarbeitende angewiesen. Deshalb bieten über 5000 Betriebe Lehrstellen an. Die Unternehmer engagieren sich zudem in der Weiterbildung an höheren Fachschulen und an Fachhochschulen. Sie helfen mit in Beiräten und Kommissionen. Mit Sorge verfolgen aber viele Unternehmer die Situation an der Primar- und Sekundarschule. Die Kosten pro Schüler sind innert zehn Jahren teuerungsbereinigt um 27,5 Prozent gestiegen. Bis 2020 steigen sie weiter an. Trotz oder gerade wegen dieses starken Ausgabenwachstums mussten so widersinnige Massnahmen wie eine zusätzliche Ferienwoche umgesetzt werden. Dadurch ist der völlig falsche Eindruck entstanden, die Bildung würde «zu Tode gespart».

Genauso irreführend ist die Behauptung, bei den Schülern würde gespart, hingegen würden Geschenke an die Unternehmen gemacht. Tatsache ist, dass die Luzerner Betriebe 2016 6,6 Prozent mehr Steuern abgeliefert haben als im Vorjahr. Unsere innovative Wirtschaft mit ihren Hochpreisprodukten braucht die weltweit beste Bildung. Das Steuersubstrat dafür ist vorhanden. Die Mittel sind aber ganz offensichtlich effizienter einzusetzen. Dabei sind wir alle gemeinsam gefordert: die Schulen, die Politik und die Wirtschaft.

Gaudenz Zemp, Direktor Gewerbe­verband Kanton Luzern, Luzern

In keiner Art und Weise möchte ich die getroffenen Sparmassnahmen unterstützen oder billigen. Es geht mir vielmehr darum, aufzuzeigen, dass schon in früheren Zeiten Gründe bestanden, an der Schule «Ke Loscht» zu haben. Mit Jahrgang 1930 wurde ich 1937 eingeschult. Klassengrösse: 46 Knaben. Unterrichtet wurden wir im Maihof-Schulhaus. Bereits zwei Jahre später wurde dieses in eine Militär-Sanitätsanstalt umfunktioniert (Beginn des Zweiten Weltkriegs). Neu wurden wir dem St.-Karli-Schulhaus zugeteilt. Eine Wegstrecke vom Hinter­wesemlin dorthin dauerte 50 Minuten, unterrichtet wurde halbtageweise. Damals herrschten wesentlich rauere Sitten. Gegen Linksschreiber etwa wurde handgreiflich vorgegangen, Ohrfeigen und Stockschläge waren an der Tagesordnung. Da könnten unter «Ke Loscht» verschiedene Schweregrade ausgemacht werden.

Ernst Gössi, Luzern

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