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Leserdebatte

Was heisst hier «Wirtschaftsflüchtlinge»?

«Asylsuchende: Umstrittener Handy-Zugriff», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 8. Juli

Drei von vier Flüchtlingen, die in die Schweiz einreisen, tragen keinen Pass auf sich. Das ist heute so, war vor 25 Jahren schon so und wird auch in Zukunft so sein. Da ich ab 1991 bei der Schweizer Grenzwache gearbeitet habe, weiss ich, wovon ich schreibe. Es gibt einige wenige, die auch schon in ihrem Heimatland keinen Pass besassen. Die meisten, so erlebte auch ich es, warfen ihren Pass vor dem Grenzübergang weg, um eine grössere Chance zu haben, bleiben zu können. Denn die meisten kommen als sogenannte «Wirtschaftsflüchtlinge» zu uns. Nur: Was heisst das genau? In Ländern, in denen auch in der Schweiz beheimatete Firmen angesiedelt sind, werden grundlegende Menschen- und Arbeitsrechte, wie wir sie es bei uns kennen, mit Füssen getreten. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen ohne Pass einreisen. Ich würde genau das gleiche versuchen. Hören wir also auf, uns über die Asylsuchende aufzuregen. Besser würden wir uns selber an der Nase nehmen und dafür sorgen, dass die Rechte jener, die hierherkommen, in den Herkunftsländern geachtet würden. Auch von Firmen, die ihren Sitz in der Schweiz haben. Statt die Grossfirmen, die sich bei uns niederlassen wollen, kniend zu bitten hierher zu ziehen, müssten wir sie zuerst durchleuchten und abklären, wie sie in anderen Ländern wirtschaften. Dann müssten viele Menschen sich nicht Gedanken darüber machen, in ein anderes Land zu ziehen. Alles andere ist eine Unterstützung der Illegalität. Statt nur an unser eigenes Wohl sollten wir auch an jenes anderer denken!

Martin Iten-Iten, Alosen


Rund 80 Prozent der Asylsuchenden haben keine Papiere bei sich. Diese Tatsache scheint kaum jemanden zu stören. Auch dass sich viele der abenteuerlichen Geschichten von Asylsuchenden wiederholen, scheint kaum Zweifel bei den Behörden zu verursachen. Umso wichtiger ist deshalb der Vorstoss von Nationalrat Georg Rutz.

Über die Auswertung der Handy-Daten soll die Herkunft des Asylantragstellers eruiert werden dürfen. Sofort meldet die Schweizerische Flüchtlingshilfe schwere Bedenken wegen der Privatsphäre an. Sie kritisiert zudem, mit dem Vorstoss werde Schutzsuchenden ohne Pass unterstellt, ihre Identität absichtlich zu verschleiern. Liebe Flüchtlingshilfe, versuchen Sie einmal mit ihrem absurden Argument bei der nächsten Alkoholkontrolle den Polizisten umzustimmen. «Ich werde nicht in dieses Röhrchen blasen, schliesslich wird mir hier pauschal unterstellt ich sei angetrunken.» Wer von uns Hilfe und Schutz erwartet, von dem erwarte ich, dass er aufrichtig zu uns ist.

Auch das Argument der Privatsphäre greift nicht wirklich. Damit wir die Apps von Facebook und anderen herunterladen können, geben alle freiwillig ihre Daten Preis. Aber ein angeblich an Leib und Leben bedrohter Flüchtling soll etwas dagegen haben, dass der Bund dieselben Daten prüfen darf? Nein, die Antwort um den Aufstand ist viel trivialer. Die Asylindustrie ist heute ein milliardenschweres Geschäft. Nicht wenige haben ein grosses persönliches Interesse daran, dass weiterhin jedes Jahr Hunderttausende Afrikaner nach Europa strömen. Schliesslich wollen all die Betreuer, Integrationshelfer, Dolmetscher, Psychologen und Pädagogen, weiterhin fürstlich von unserem Steuergeld leben. Da wäre es natürlich kontraproduktiv wenn herauskäme, dass wir ausgenutzt und betrogen werden.

Christian Eiholzer, Einwohnerrat SVP, Emmen

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