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Was kann ein Gemeindeparlament besser als das Volk?

«Minderheit gestaltet die Gemeinde», Ausgabe vom 19. Februar
Karl Künzle, Menzingen

Da profiliert sich ein Politikwissenschaftler mal wieder mit der Aussage, dass nur wenige Bürger die Geschicke einer Gemeinde bestimmen und in Baar etwa 2 Prozent der Stimmberechtigten an der Versammlung abstimmen. Als bessere Lösung schlägt er denn auch gleich vor, dass statt 2 Prozent der Bürger nur noch 0,1 Prozent der Bürger diese Aufgabe übernehmen sollen. Damit diese dann als Volksvertreter die gesamte Bevölkerung vertreten. Merkwürdig ist nur, dass er den anwesenden 2 Prozent die Vertretung der Gesamtbevölkerung abspricht, den 0,1 Prozent der zukünftigen Vertreter aber zugestehen will, dass diese besser informiert sind und alle Interessen vertreten sollen. Ob er sich bewusst ist, dass diese 0,1 Prozent aus der gleichen Bevölkerung stammen, die er nicht für fähig hält, an der Gemeindeversammlung richtig zu entscheiden. Merkwürdig ist, dass wir derart viele Abstimmungen haben, bei welchen die sogenannten Volksvertreter etwas wollen, dass das Volk dann ablehnt. Auch wenn es etlichen Personen gefallen würde, wenn sie noch ein zusätzliches vom Steuerzahler honoriertes Amt hätten, die Gemeindeversammlungen machen noch immer Sinn. Nur so können die Politiker die Stimmung tatsächlich erfahren. Wer gerne das Geplapper eines Parlamentes mal sehen will, besuche eine Kantonsratssitzung. Da gibt es nebst vernünftigen Reden auch viele Ich-muss-mich-mal-wieder-profilieren-für-die-Wahlen-Aussagen. Die Kosten einer Parlamentssitzung dürften die Kosten der Gemeindeversammlung um ein Vielfaches übertreffen. Die Frage stellt sich viel mehr, benötigen wir im Kanton Zug wirklich elf politische Gemeinden mit eigenen Regierungen? Da würden sich massiv Kosten sparen lassen. Den Einwohnern der grossen Gemeinden dürfte es zudem kaum schlechter gehen als denjenigen in den kleinen Gemeinden.

Karl Künzle, Menzingen

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