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Was sich nicht langfristig erhalten lässt, kann kein Denkmal sein

«Der ‹Alpenblick› ist schützenswert», Leserbrief in der Ausgabe vom 19. September
Adrian Risi, Ig Alpenblick, Zug

Soweit es um das Siedlungskonzept geht, kann ich Felix Koch zustimmen: Schutzwürdig in der Siedlung Alpenblick ist das Siedlungskonzept. Auf einem anderen Blatt steht die bei Wohnbauten aus den 1960er-Jahren bekannte Frage der Bausubstanz und der Erhaltungswürdigkeit der Bausub­stanz. Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege (EKD) hat einen weiten Bogen um diese elementare Frage gemacht. Ihr Gutachten ist weder umfassend noch abschliessend. Die Grundeigentümerin des Hauses Nr. 8 hat ihr Gebäude analysieren lassen. Detaillierte Abklärungen und Untersuchungen ausgewiesener Fachleute haben klar ergeben, dass die Bausubstanz dermassen gravierende Mängel aufweist, dass für eine nachhaltige bauliche Sanierung ein Abbruch und Neubau zwingend erforderlich ist. Ohne diese Massnahmen kann die Wohn- und Aussenraumqualität der Siedlung schon mittelfristig nicht mehr erhalten werden. Zielsetzung der Denkmalpflege ist es, das betreffende Objekt langfristig erhalten zu können. Was sich nicht langfristig erhalten lässt, kann kein Denkmal sein. Ein Flickwerk, das trotz hoher Kosten die Mängel der Bausub­stanz nicht korrigiert, ist kein Beitrag zur Werterhaltung der Liegenschaft. Sie ist wirtschaftlich nicht vertretbar, weder für den privaten Eigentümer noch für die öffentliche Hand, die den Grundeigentümern enorme Summen gutsprechen müsste. Mit einem Projekt für eine Ersatzneubaute des Hauses Nr. 8 wurde der Nachweis erbracht, dass es möglich ist, die Bauten der Siedlung Alpenblick durch Neubauten zu ersetzen, welche das bestehende Siedlungs- und Gestaltungskonzept respektieren und gleichzeitig die heute geltenden Gesetze und Regeln der Baukunst einhalten. Es werden wieder Wohnungen entstehen, welche, wie 1960, den Bedürfnissen des Mittelstandes entsprechen. Ist ein Grundeigentümer bereit, seine Liegenschaft sachgerecht zu sanieren, soll er nicht gehindert, sondern in seiner Absicht unterstützt werden. Der Gesamtcharakter der Siedlung kann erhalten werden, ohne Schutzanordnungen für einzelne Häuser und Teile der Liegenschaft zu erlassen. Soweit erforderlich, können Regeln für die Erneuerung der Häuser und der Umgebung festgelegt werden. Dafür ist der Bebauungsplan das richtige und vom Gesetz vorgesehene Instrument.

Adrian Risi, IG Alpenblick, Zug

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