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Was wäre, wenn Reinigungsleute ihre Arbeit ruhen liessen?

«Luzern kämpft gegen Vermüllung», «Zentralschweiz am Sonntag» vom 6. Mai

Im Artikel wird eindrücklich aufgezeigt, was in Sachen Littering im öffentlichen Raum so alles «abgeht». Das leidige Thema ist ja nicht neu! Es gibt wirklich zu denken, dass einem (zu) grossen Teil unserer so «zivilisierten» Gesellschaft jeglicher Sinn für Ordnung und Sauberkeit abhanden gekommen ist. Oder dass ihnen diese Tugenden weder im Elternhaus (noch in der Schule?) vorgelebt wurden. Selbst viele «Nichtsünder» scheinen zu denken, dass ja alles nur halb so schlimm sei. Vielleicht ermuntert dieses passive Verhalten Respektlose geradezu, sich nicht mit der Entsorgung ihres eigenen Dreckes zu befassen. So nach dem Motto: Was soll ich mich abmühen, wenn doch täglich ein Heer von Reinigungsmännern sowieso «darauf wartet», den Güsel wegzuschaffen. Wie wäre wohl die Reaktion, wenn die Saubermänner der Stadt sich einmal entschliessen würden, zum Beispiel auf der Ufschötti ihre Putzinstrumente ruhen zu lassen, um allen zu zeigen, was doch mit einem Menschenverstand ausgerüstete zweibeinige Wesen hirnlos so alles anrichten können/dürfen.
Könnten rigorose(re) Bussen eine Besserung bringen? Was in andern Ländern absolut möglich ist, geht in der Schweiz natürlich kaum! Wieso nicht? Ganz einfach, weil in unserem freien Land doch sowieso fast jeder machen kann, was er will. «Unsere Freiheiten lassen wir uns nicht nehmen» – ist dies nicht das seit Jahren immer wieder gehörte Credo gewisser Kreise? Und selbst, wenn die gesetzlichen Grundlagen vorhanden wären, fehlt es im fast reichsten Land der Welt halt immer wieder am lieben Geld, um die notwendigen Personal-Ressourcen bereitzustellen.
Im Zusammenhang mit dem anderen grossen Übel, den idiotischen Sprayereien, habe ich vor einigen Jahren den zuständigen Instanzen der Stadt vorgeschlagen, eine kleine, professionelle Putzequipe auf die Beine zu stellen, die – ausgerüstet mit den erforderlichen Reinigungsmitteln und dem entsprechenden Know-how – das ganze Jahr unterwegs sein müsste, um wenigstens an den wichtigsten Orten die grässlichen und stupiden Schmierereien schnellstmöglich zu entfernen. Vielleicht würde es den Schmierfinken eines Tages doch noch verleiden, wenn ihre «Kunstwerke» oder ihre nicht minder ärgerlichen Kleber immer wieder schnellstmöglich verschwänden.

Niklaus Rohrer, Luzern

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