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Was will Huhn Geri mit der Maus?

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Geri verzieht sich mit der toten Maus Richtung Hühnerstall. (Bild: Leserbild: Theres Steiner (Hildisrieden, 1. November 2017))

Geri verzieht sich mit der toten Maus Richtung Hühnerstall. (Bild: Leserbild: Theres Steiner (Hildisrieden, 1. November 2017))

Unsere lieben Tiere sind immer gut für Überraschungen. Katzen sind in dieser Disziplin Weltmeister. Mein früherer Mitbewohner Geronimo etwa – ein stattlicher roter Kater – war zwar träge, er sorgte aber trotzdem hin und wieder für Abwechslung. In 15 Jahren erlebte ich, wie er mit einer Amsel spielte und wie er einen Frosch nach Hause brachte und diesen stolz präsentierte. Mehr war da nicht, und vermutlich tat er dies nur, um uns eine Freude zu bereiten – und weil Menschen so etwas von Katzen erwarten.

Da der Bursche ein Streuner erster Güte war, hat es mich überrascht, dass er nicht häufiger mit Beute heimkam. Aber ich beklage mich nicht. Ich vermisse weder Frösche noch Amseln zu Hause, zumal ich diese nach den Präsentationen jeweils entsorgen musste. Überraschungen an sich finde ich aber gut. Positive und amüsante besonders. So wie die, die unsere Leserin Theres Steiner letzten Mittwoch erlebte. Die Frau aus Hildisrieden genoss nach einem Spaziergang mit der Familie den Nachmittag im Freien, als Huhn Geri zuerst planlos auf dem Hof herumgackerte, dann plötzlich mit einer Maus im Schnabel davonrannte. «Die Hühner meiner Tochter bewegen sich frei auf dem Gelände. Das eine, eben Geri, ist gwundrig und geht oft auskundschaften», sagt sie. An jenem Tag habe das Huhn unter einer Bank die Maus entdeckt. «Kater Bingo hat die wohl liegen gelassen», vermutet sie amüsiert. Als Geri mit der (toten) Maus im Schnabel Richtung Hühnerstall gerannt sei, hätten ihn die anderen Hühner verfolgt. «Die sind alle sehr neugierig. Wenn eines etwas aufpickt, wollen die anderen daran teilhaben», sagt Theres Steiner. «Ich fand die Szene lustig und machte ein Bild. Was mit der Maus im Hühnerstall geschah, kann ich aber nicht sagen. Ich weiss nur, dass es die Katze nicht interessierte, was aus ihrer Beute wurde», so Steiner.

Nach diesen Schilderungen überlege ich mir ernsthaft, ein Huhn wie Geri anzuschaffen und ihm einen Hühnerstall zu bauen. Neben meinen beiden Katzen (übrigens Geronimos Grosskinder) ist Platz genug. Und die Sache mit der Entsorgung gewisser Materialien wäre auch geregelt.

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

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