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Weitere Lesermeinungen zum Hochhausreglement

Zur Abstimmung vom 26. November in der Stadt Zug

Heute können mit Ausnahme des Bereichs entlang des Seeufers grundsätzlich in der ganzen Stadt Zug Hochhäuser erstellt werden. Das neue Hochhausreglement legt klar abgegrenzte Zonen fest, wo in Zukunft Hochhausprojekte entwickelt und dem Grossen Gemeinderat eingebettet in einen Bebauungsplan vorgelegt werden können. Diese Zonen wurden unter Berücksichtigung der Struktur der Stadt und deren Quartiere, der Ortsbildschutzzonen, der landschaftlichen Qualitäten und der Sichtbeziehungen festgelegt. In einem Grossteil der Stadt Zug sind zukünftig keine Hochhäuser zulässig. Darunter fallen Oberwil, die ganzen Hanglagen, das Quartier Guthirt, das Quartier Herti sowie die Lorzenebene. Hochhäuser sind einzig in einem Teil der Verdichtungs­gebiete gemäss kantonalem Richtplan zulässig. Sie erlauben in den Entwicklungsgebieten der Stadt Zug (Areal Baarerstrasse, Areal Landis + Gyr und Areal Äussere Lorzenallmend) einen erweiterten städtebau­lichen Spielraum. Nicht alle Verdichtungs- bzw. Entwicklungsgebiete eignen sich für Hochhäuser. Die Hochhauszonen belegen nur ca. 4 Prozent der Gemeindefläche der Stadt Zug, die Verdichtungsgebiete decken ca. 5 Prozent ab. Wir haben am 3. März in der ganzen Schweiz dafür abgestimmt, dass in der Schweiz und natürlich auch in Zug der Zersiedelung Einhalt geboten werden muss. Die Stadt Zug hat mit 74,6 Prozent klar und deutlich gegen die Zersiedlung beziehungsweise für die Verdichtung am richtigen Ort gestimmt. Nun müssen wir doch am richtigen Ort die richtigen Voraussetzungen schaffen, dass Wohnungen und auch Büros entstehen können. Ich lege ein klares Ja in die Urne für die jetzige und kommende Generation von Zug.

Adrian Risi, Zug

Ich habe mich furchtbar aufgeregt über den Flyer der SP zum Hochhausreglement. Das Bild einer mit Hochhäusern über­säten Stadt Zug ist erstens völlig irreführend und zeugt zweitens schlicht und einfach von schlechtem Stil. Gerade dank dem Hochhausreglement wird die Stadt nicht mit Hochhäusern übersät werden. Es gibt vor, dass nur in einem klar definierten Korridor mögliche Hochhäuser erstellt werden dürfen, nämlich auf der Baarer-/Zugerstrasse, dem L + G-Areal und im Choller. Dieser Korridor umfasst weniger als 5 Prozent des Gemeindegebietes. Freiräume bleiben bestehen, und dank dem Hochhausreglement schützen wir die Grünflächen. Ich stimme daher überzeugt für das Hochhausreglement.

Martin Kühn, Zug

Das Foto «von der Plan- zur Geisterstadt» zeigt erschreckend, was passiert, wenn das Hochhaus-Reglement angenommen wird. Sobald die Krise kommt, erleben wir eine ähn­liche Geschichte wie mit dem Gütsch. Die richtige Lösung wäre, den kleinen Hauseigen­tümern zu helfen, ihr Ausbaupotenzial auszunutzen, damit sich der Verkehr besser verteilt. Warum wehrt sich der Hauseigentümerverband nicht für uns kleine Hausbesitzer, damit unser Eigentum nicht des Sonnenlichts beraubt wird? Ich kenne einen Fall einer Villa mit bester Seesicht, welche im Grundbuch dem Haus davor jegliche Erweiterung verbietet mit dem Argument, dass vom Garten der Villa aus die ganze Strasse gesehen werden muss. Ist es so schwer zu begreifen, dass, wenn man alles auf eine kleine Linie konzentriert, das zum Verkehrsinfarkt führt?

Tony Stocklin, Steinhausen

Der Stadt und der Landschaft Sorge tragen, das waren die Kernpunkte, welche bei den über Monate geführten Beratungen in der Bau- und Planungskommission im Vordergrund standen. Sie führten dazu, dass man die Höhen, die Volumen und die Standorte zukünftiger Hochhäuser kritisch hinterfragte und das Hochhausreglement mit einer städtebaulichen Idee und Haltung mit 7 Ja- und 3 Nein-Stimmen verabschiedete.

Einzelne Exponenten im Grossen Gemeinderat wollten aber davon nichts wissen, obwohl die vorberatende Kommission anderer Meinung war. Sie wollten es besser wissen und kippten diese städtebaulichen Rahmenbedingungen kurzerhand aus dem Reglement. Schlimmer noch! Sie wollten weder darüber diskutieren noch die Abänderungen von den dafür eingesetzten Fachgremien noch einmal überprüfen lassen. Auch die umliegenden Gemeinden, Baar, Steinhausen und Cham, welche beim letzten Hochhausreglement noch mitgewirkt haben, liess man damit links liegen. So kann und darf Stadtplanung nicht funktionieren! Bei einer derart wichtigen Weichenstellung in der Stadtentwicklung ist auf jeden Fall Vorsicht geboten!

Damit Zug trotz anhaltendem Bauboom eine attraktive und lebendige Stadt bleibt, hat sich die Zuger Bevölkerung anlässlich der Revision der Ortsplanung in einem Leitbild vor acht Jahren schon in weiser Voraussicht Gedanken gemacht und festgehalten: Was neu gebaut wird, soll vor allem hohen Qualitätsansprüchen genügen, und die Stadt soll sich in geordneten Bahnen entwickeln. So heisst es unter anderem in diesem Entwicklungskonzept: «Zug wächst massvoll und setzt Qualität vor Quantität.» Entsprechend diesen Vorgaben wurde dann der 2009 und bis heute gültige Zonenplan der Stadt Zug festgelegt.

Mit diesem Hauruck-Reglement wird nun alles anders. Eine gewaltige Aufzonung ist dessen Folge. Was bisher galt, wird abgeändert und neubeschlossen. Von 6 Geschossen erhöht man auf 25 Geschosse und von 20 Meter hohen Gebäuden auf grossmehrheitlich 80-Meter-Türme. Damit ist das Mass überschritten!

Dieses Regelwerk stellt in Form und Grösse alles, was in letzter Zeit in Zug an Ein-, Auf- und Umzonungen beschlossen wurde, im wahrsten Sinn des Wortes in den Schatten. Wie es scheint, konnte es nicht hoch und gross genug gehen. Aber wo bleibt dabei der Nutzen für unsere Stadt?

Ein Wettrüsten mit 80-Meter-Türmen von der Gotthardstrasse bis zur Stadtgrenze und einem unansehnlichen Wald aus Hochhaustürmen, die alles dominieren, scheint damit unausweichlich. Wollen wir das unserer Stadt und unserer Landschaft wirklich antun? Ich meine Nein. Das Hochhaus­reglement sollte deshalb zurück zum Absender zur nochmaligen Überarbeitung und Prüfung. Zur Stadt und Landschaft Sorge tragen sieht für mich anders aus, vor allem, weil man weiss, dass es auch anders und für Zug und Umgebung passender gehen könnte! Darum Nein zum Hochhausreglement!

Nein! Auch weil dieses Reglement unser Stadtbild nicht bereichert, sondern beschädigt! Nein! Weil es nie auf seine Folgekosten und Auswirkungen auf die Infrastrukturen überprüft werden konnte. Nein! Weil die Nachbargemeinden nicht mit einbezogen wurden. Nein! Weil es nichts mehr regelt als die Gewinnmaximierungen von ein paar wenigen Investoren. Nein! Weil im Abstimmungsbüchlein weder ein Vorher-nachher-Vergleich noch eine dreidimensionale Darstellung zu finden war.

Ignaz Voser, Gemeinderat CSP, Mitglied der Bau- und Planungs­kommission, Zug

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