Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weitere Lesermeinungen zur No-Billag-Initiative

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 4. März über die Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernseh­gebühren»

Am 4. März 2018 kommt die Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren», besser bekannt unter «No-Billag-Initiative», zur Abstimmung. Die Abschaffung der Billag-Gebühr hört sich nach einem guten Zückerchen an. Jedoch fällt beim Durchlesen des Initiativtextes schnell auf, dass es sich um weitaus mehr handelt als nur um die Abschaffung der Gebühr. Laut Bundesverfassung ist die Schweizer Regierung im Moment dazu verpflichtet, den Schweizerinnen und Schweizern unabhängigen und lokalen Informationszufluss zu gewährleisten. Durch die SRG und andere Radio- und Fernsehsender wird dies in allen vier Landessprachen gemacht. Durch die Annahme dieser Initiative würde der besagte Absatz aus der Bundesverfassung gestrichen werden. Das hätte drastische Folgen für die französische, italienische und rätoromanische Schweiz. Der bestehende Markt ist in diesen Gebieten deutlich zu klein, um für kommerzielle Anbieter attraktiv und lohnenswert zu sein. Die Argumentation der Initianten, welche besagt, dass bei einer Annahme die Medienvielfalt gestärkt werde, trifft nicht zu. Die Medienvielfalt würde unter dieser Initiative begraben werden. Deshalb stimme ich Nein zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren und somit Nein zur «No-Billag-Initiative».

Ronahi Yener, Baar

Lukas Niederbergers vereinfachende Argumentation in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 28. Januar könnte nicht irreführender sein. Denn «Billag» ist eine zutiefst antidemokratische Zwangsgebühr oder Steuer. Bei der Abstimmung vom 4. März zur «No-Billag-Initiative» geht es in der Tat nicht nur um die Zwangsgebühren, in welcher Höhe auch immer. Fundamental für die Befürworter ist die Befreiung des Schweizer Bürgers von der politischen Bevormundung durch einen arroganten, politisch korrekten Moloch, welcher statt Information weitgehend innen- sowie aussenpolitische Beeinflussung, um nicht zu sagen «Gehirnwäsche» seiner Zuschauer und Hörer betreibt. Auch wenn die SRG-Zwangsgebühren auf 365 Franken im Jahr fallen sollten, ist Bundesrätin Leuthards Aussage «es ist ja nur 1 Franken pro Tag» zu einer Zeit, in der über 2 Millionen Schweizer (etwa 30 Prozent aller Versicherten) finanzielle Hilfe für ihre Krankenkassenprämien erhalten, besonders stossend. Darüber hinaus macht sich die Nervosität unter den politischen und finanziellen Nutzniessern der SRG – trotz der zuletzt veröffentlichten, bei ihrem treuen Diener GFS Bern eingekauften «Meinungsumfrage» – stark bemerkbar. Wie sonst ist die Aussage von Frau Leuthard, über eine weitere Gebührensenkung auf 300 Franken zu interpretieren? Zu allem Überfluss haben wir es im Falle der SRG mit einer Organisation zu tun, deren abgehobene Kader und wahrlich nicht mit Arbeit überstrapazierte Mitarbeiter auf Kosten der Steuerzahler weit überbezahlt sind. Diese Leute haben wahrlich nicht die Schweiz, sondern eigentlich nur ihre Pfründe im Herzen!

Pedro Bilar, Zug

Was steckt hinter dem ganzen Thema «No Billag»? Als Aussenstehender habe ich den Eindruck, dass die Politik zum Thema SRG seit Jahren versagt hat. Sämtliche verantwortlichen Aufsichtsgremien haben ihre Sorgfaltspflicht nach meiner Meinung vernachlässigt! Es scheint so, dass weder Kosten noch Nutzen abgeklärt, Personelles nach dem Amigo-Prinzip gelöst und der ganze Betrieb nach Gutdünken aufgebläht wurde. Dass Handlungsbedarf besteht, ist unbestritten! Aber muss man das Kind mit dem Bad ausschütten? Oder gibt es eine vernünftigere Lösung? Was die Befürworter bezwecken, ist klar erkennbar: Handfeste wirtschaftliche Interessen und noch undurchsichtigeres politisches Kalkül stecken dahinter. Mit Medien kann man Geld machen, Meinungen steuern und manipulieren. Im Ausland hat es genug Beispiele und im Inland wird auch danach gestrebt. Puurezmorge und Schweizerpsalm reichen nicht für unabhängige, objektive und flächendeckende Informationen, die jedem Landesteil gerecht werden. «Nur die allerdümmsten Kälber, wählen ihre Metzger selber!»

Jürg Wickart, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.