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Weitere Lesermeinungen zur No-Billag-Initiative

Zur eidgenössischen Abstimmung vom 4. März

Die Angstmacherei der Gegner der Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» kennt offenbar keine Grenzen. Als Mitglied des Initiativkomitees möchte ich nochmals betonen, dass nicht die SRG abgeschafft wird, sondern die Zwangs­gebühren. So verlangt die Initiative, dass die SRG sich selber finanzieren muss. Es ist aber nicht das erste Mal, dass kritische Stimmen auch von Seite der SRG unter Druck gesetzt werden. So wurde selbst der Präsident der CVP Schweiz (Gerhard Pfister) folgender­massen in den Onlinemedien zitiert: «CVP-Chef Gerhard Pfister sagt, SRG-Vertreter hätten ihm geraten, er möge die SRG mit Kritik verschonen. Sonst schade er seinen Ambitionen.»

Beni Riedi, Mitglied Initiativkomitee, Kantonsrat SVP, Baar

No Billag und Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest – was hat das miteinander zu tun? Sehr viel. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) steht stellvertretend auch für andere Grossanlässe, die bis anhin eine grosse TV- und Radio-Präsenz geniessen. Damit solche, zum Teil typisch schweizerische Anlässe überhaupt gross werden konnten und bleiben können, braucht es Sponsoren. Sponsoren, die bereit sind, einen Anlass wie das ESAF mit grösseren Beträgen mitzufinanzieren. Die Bereitschaft dafür ist dann vorhanden, wenn der Anlass eine grosse mediale Aufmerksamkeit erhält. Diese Aufmerksamkeit wird dem ESAF zu einem wichtigen Teil durch Fernsehen und Radio der SRG zuteil. Am ESAF 2016 in Estavayer-le-Lac hat allein Fernsehen SRF mit beträcht­lichem technischen und per­sonellen Aufwand 18 Stunden live berichtet und damit rund 830 000 Zuschauer in allen Landesteilen erreicht. Bei Annahme der sogenannten No-Billag-Initiative wird ein wichtiger Teil der Medienpräsenz am ESAF (und auch an anderen Sportanlässen) wegfallen. Ob sich so viele Schwingerfreundinnen und -freunde finden werden, die bereit sind, für das Schwingen am Fernsehen einem noch unbekannten Anbieter einen noch unbekannten Preis zu bezahlen? Ein Ja am 4. März hätte Konsequenzen auch für das ESAF 2019 in Zug.

Nicht zuletzt mit der positiven Wirkung auf die Aussensicht auf unseren Kanton und auf den Tourismus wurde für die Durchführung des ESAF 2019 in Zug geworben. Auch die umfang­reiche «Sanierung» des Fest­geländes in der Herti wurde damit gerechtfertigt. Damit diese Wirkung erreicht wird, ist das ESAF 2019 aber auf entsprechende Medienpräsenz angewiesen. Erstaunlich und widersprüchlich, dass mit Andreas Kleeb ein Wortführer der Initiative in der erweiterten Geschäftsleitung des ESAF sitzt und sich sehr aktiv dafür einsetzt, die erwartete positive Zuger Medienpräsenz zu ge­fährden. Sport gehört nicht zu meinen persönlichen Vorlieben im TV-Programm – aber die Berichterstattung darüber ist ­Bestandteil eines vielfältigen Radio- und Fernsehangebots für die ganze Familie. Dieses Angebot schätze und konsumiere ich daraus nach meinem Geschmack. Und dafür bezahle ich einem Schweizer Unternehmen jährlich eine Gebühr. Mein Nein und auch das der ganzen Familie am 4. März ist sicher.

Edith Seger Niederhauser, Steinhausen

Es liegt in der Natur der Sache, dass SRG-Vertreter und einige andere Profiteure der heutigen Ordnung behaupten, dass ohne Zwangsgebühren kein gutes Radio und TV mehr möglich wäre. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass vor allem Eigen­interessen vertreten werden: Je mehr Gebührengelder man erhält, desto weniger braucht man sich im Wettbewerb mit anderen Akteuren anzustrengen. Das ist für die Gebührenprofiteure komfortabler – führt aber zu Ineffizienz, höheren Kosten und Ressourcenverschwendung, und vor allem: zu Macht und Einflussnahme. So bequem sollen sich unsere SRG-Leute nicht zurücklehnen können, sie sollen sich dem Konkurrenzkampf stellen. Daher lege ich am 4. März ein überzeugtes Ja in die Urne!

Vreni Althaus, Rotkreuz

Noch niemand konnte folgende Fragen beantworten: Finden Sie es sozial, wenn ein Einpersonenhaushalt gleich viel TV-Steuern zahlen muss wie ein reicher Mehrpersonenhaushalt? Wenn Menschen, die auf TV bewusst verzichten, dafür Gebühren zahlen müssen? Und wenn Sehbehinderte für TV bezahlen müssen? Finden Sie es fair, wenn Leute ohne Zeitungsabo trotzdem Abokosten bezahlen müssten? Die No-Billag-Initiative ist zwar nicht ideal, aber die Gebühren-Eintreiberei ist ungerecht. Es ginge fairer, wenn die Politik wollte.

Ueli Krasser, Hagendorn

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