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Weitere Verzögerungen würden nicht verstanden

«Kanton plant Inseln im Alpnachersee» und «Die Sarneraa erhält ihr Delta zurück», Ausgaben vom 15. und 16. September
Peter Zwicky, Präsident Ig Hochwasserschutz

Mit Überraschung haben wir von einer neuen Projektidee für den Hochwasserschutz erfahren: Das Ausbruchmaterial für den Stollen soll nicht wie geplant in der Deponie Hinterflue bei Kerns abgelagert werden, sondern im Naturschutzgebiet bei der Mündung der Aa in den Alpnachersee. Die Idee wäre zu begrüssen. Es stellen sich aber doch einige wichtige Fragen.

Erstens: Ist diese Idee mit dem Unternehmer, welcher den Stollen bauen soll, abgesprochen und im Werkvertrag festgehalten? Besteht nicht das Risiko, dass sich der angetönte Kostenvorteil ins Gegenteil verkehrt? Zweitens: Unsere bisherigen Erfahrungen mit den Terminplänen des Kantons lassen uns daran zweifeln, ob der genannte Terminplan für diese Projektänderung eingehalten werden kann. Sind die veranschlagten zwei Jahre nicht zu optimistisch? Und drittens: Was passiert, wenn die Umweltverbände dagegen Einsprache erheben und diese durch alle Instanzen ziehen? Dann warten wir auf den Hochwasserschutz im Sarneraatal weitere fünf bis zehn Jahre. Das hat die Bevölkerung am Sarnersee und in Alpnach nicht verdient!

Darum unsere eindringliche Bitte an den Regierungsrat: Erteilen Sie jetzt die Teilbaubewilligung für den Stollen wie angekündigt noch im Monat September. Sorgen Sie dafür, dass die Umweltverbände keine Beschwerde gegen diese Bewilligung an das Verwaltungsgericht erheben. Dann kann der Spatenstich für den Stollenbau Anfang 2018 endlich erfolgen. Es darf keine Vermischung des Stollenprojekts mit ungeklärten Deponiefragen geben. Bis Ausbruchmaterial aus dem Stollen anfällt, welches nicht wiederverwertet werden kann, dauert es ohnehin zwei bis drei Jahre – Zeit genug, die Deponiefrage sorgfältig zu prüfen. Und falls eine Deponierung im Alpnachersee zeitlich nicht klappen sollte, besteht immer noch die Möglichkeit, das Ausbruchmaterial wie geplant nach Kerns zu führen. Seit drei Jahren finanziert die Obwaldner Bevölkerung das Hochwasserschutzprojekt mittels Zwecksteuer mit. Weitere Verzögerungen beim Baubeginn werden nicht verstanden.

Peter Zwicky, Präsident IG Hochwasserschutz

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