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Wenig Schutz im Katastrophenfall

«Erdbeben: Wenige sind versichert», Ausgabe vom 28. November
Jürg Röthlisberger, Cham

Ein entscheidender Teilaspekt wird vom Text leider vollständig ausgeblendet: Die Versicherungsgesellschaften kennen in einmütiger Solidarität eine maximale Deckungssumme pro Schadenereignis. Ähnlich wie bei einem GAU-Atomunfall dürfte bei einer Erdbebenkatastrophe diese Summe bald erreicht sein, sodass die Versicherten wohl nur einen kleineren Teil des effektiven Schadens rückvergütet bekommen. Das makabere dabei: Je mehr Leute der Empfehlung folgen und für ihr Haus eine Erdbebenversicherung abschliessen, desto geringer ist die Entschädigung bei einem Katastrophenereignis. Ein Urner (nur 1 Prozent der Gebäude versichert) hätte also die wesentlich besseren Karten als jemand aus dem Kanton Wallis, wo immerhin fast ein Drittel der Gebäude versichert ist. Die materielle Sicherheit für die Kapitalgeber im Versicherungswesen hat grundsätzlich Priorität gegenüber den Ansprüchen der Geschädigten.

Dieses Prinzip ist übrigens von der Mehrheit der Stimmbürger schon wiederholt an der Urne bestätigt worden. Das letzte Mal mit dem Nein zur Atomausstiegsabstimmung am 27. November 2016.

Jürg Röthlisberger, Cham

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