Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Wenn ich Geld für einen Ferrari geschenkt bekomme

«Salle Modulable: Beteiligen sich Private stärker?», Ausgabe vom 19. Juli

Gibt mir einer zehntausend Franken – oder etwas mehr – mit der Auflage, ich müsse mir einen Ferrari kaufen – ich müsste ablehnen, weil mir Geld für den restlichen Kaufpreis und die anfallenden Betriebskosten fehlen, abgesehen davon, dass ich gar keinen Ferrari brauche. Mein Auto Jahrgang 2011 genügt mir.

Ich verstehe gut, dass Regierungs- und Stadträte wie auch Kantons- und Grossstadträte sich schwer tun, auf 80 Millionen Franken zu verzichten und das Projekt mit der Salle Modulable zu beenden. Welcher Politiker will denn schon die Schlagzeile lesen «... lässt 80 Millionen Schweizer Franken durch die Finger gleiten und Reuss hinab schwimmen»? Etwas viel Mut, aber nur wenig Realitätssinn wäre dazu erforderlich. Der Ausweg: Da soll doch das Volk entscheiden.

Ich denke, die Politik sollte heute die Grösse haben, mit anerkennendem Dank den verbindlichen Verzicht auf den in Aussicht gestellten Spendenbetrag zu erklären. Die anstehenden Projektierungsmillionen sollten diesen Verzichtsentscheid noch etwas erleichtern.

Man könnte dann noch immer mit einem höflichen Gesuch an die Erben des Spenders und die Trust-Verwaltung gelangen und um einen Beitrag an die heute notwendige Erneuerung des – im Gegensatz zu meinem Auto Jahrgang 2011 – tatsächlich in die Jahre gekommenen Stadttheaters in Luzern bitten. Ist die Hoffnung, auf offene Ohren zu stossen, vermessen? Ich weiss es nicht. Aber Zuwarten bis nach der Volksabstimmung geht nicht.

Urs Korner-Kreintz, Luzern

Das grenzt an eine sture Zwängerei! Private Vermögende sollen in ein Projekt ohne Nachhaltigkeit investieren. So haben diese ihr Vermögen sicher nicht gemacht – im Gegenteil, nur mit weisen, überlegten und nachhaltigen Investitionen sind diese vermutlich zu Vermögen gekommen. Ich appelliere an die Vernunft der privaten Geldgeber: Wenn Sie nachhaltig spenden wollen, dann spenden Sie doch bitte für die Aus- und Weiterbildung unserer Jugend, und helfen Sie mit Ihrem Vermögen, die in diesem Bereich geplanten Sparmassnahmen zu verhindern. Spenden für den Projektierungskredit der Salle Modulable sind «à fonds perdu» (verloren) – denn spätestens in der November-Abstimmung kommt das definitive Aus. Spenden in die Aus- und Weiterbildung unserer Nachkommen aber wären nachhaltig.

Urs Wicki, Luzern

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.