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Leserbrief

Meinungen zur Berichterstattung zum Fall Villiger

Zur Berichterstattung zum Fall Villiger

Für mich ist es total unverständlich, wie viele Leute, vor allem Journalisten, mit unserem sehr bewährten und allseits geschätzten Regierungsrat Beat Villiger umgehen. Wie eine Hyäne stürzt man sich auf das Opfer und weidet es kaltblütig aus. Was Beat Villiger «verbrochen» hat, ist allseits bekannt und hundertmal wiedergekäut worden. Jedem andern Berufsmann wäre deswegen niemals eine Kündigung seiner Arbeit nahegelegt worden. Wer von uns hat nicht schon einmal ein Rotlicht überfahren oder alkoholisiert sein Auto nach Hause gesteuert? Zwar hätten alle gelacht, wenn wir dabei erwischt worden wären, aber damit wäre der Fall erledigt gewesen. Bei Beat Villiger sind wir halt alle Ehrenmänner – oder doch eher Pharisäer? Sensationslustig die Hände reiben und auf die nächste Ausgabe der Zuger Nachrichten warten.

Private Unzulänglichkeiten haben mit der Berufsausübung, sofern diese tadellos ist, überhaupt nichts zu tun. Wo kämen wir hin, wenn das Privatleben jedes Berufsmannes ständig in die Qualifikation seiner Arbeit mit einbezogen würde? Auch Politiker haben ein Anrecht auf eine Privatsphäre, die wir Bürger ihnen gefälligst gewähren sollten. Für viele Journalisten ist anscheinend Empathie ein brasilianischer Fussballspieler. Ich frage mich, wie viele schlaflose Nächte Beat Villiger wegen dieser leidigen Angelegenheit gehabt hat. Aber offenbar interessiert das niemanden. Ich bin mit Beat Villiger weder verwandt, noch in irgendeiner politischen Partei tätig. Doch meine christliche Erziehung beginnt sich zu regen, wenn ich ein solch menschenunwürdiges Verhalten miterleben muss. Wo sind denn eigentlich seine Freunde, wenn es darum geht, brutales Unrecht zurückzuweisen? Hier wird doch mit Kanonen auf Spatzen geschossen! Oder freut man sich insgeheim schon auf den freien Posten im Regierungsrat? Peinlich – peinlich!

Räto Genelin, Baar


Abgangs-Entschädigungen für vorzeitig abtretende Regierungsräte? Und dies bei Jahresgehalten von 300 000 Franken. Geschädigte sind doch nie die Zurücktretenden, sondern wir Steuerzahlenden. Es wird langsam offensichtlich und dekadent, was hier abgeht. Dazu kommen die Kosten einer allfälligen Nachwahl, sicher ein hoher fünfstelliger Betrag. Und all dies bezahlen wir Steuerpflichtigen. Angesichts goldener Fallschirme und solcher Art Verschleuderung von Steuergeldern bei gleichzeitigem Sparkurs im Kanton Zug (beispielsweise Abbau bei der Bildung sowie Sicherheit, namentlich die Schliessung diverser Polizeiposten, obwohl die Bevölkerung im Kanton Zug ungebremst wächst) fällt es uns immer schwerer, ehrlich und brav unsere Steuererklärungen auszufüllen. Übrigens wachsen parallel auch die Sozialhilfekosten ins Unendliche. Und es gibt auch in unserem Kanton mehr Working Poors, als Sie ahnen. Werte Politiker und Politikerinnen nehmt nun Eure Verantwortung wahr.

Ueli Krasser, Hagendorn

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