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Leserbrief

Wir müssen alle Privatinteressen dem Gesamtwohl der Erde unterordnen

«Wir wollen keine Direktzahlungen», Ausgabe vom 24. Juli

Nun, erstaunen tut es eigentlich nicht, dass einmal mehr von Bauernseite neue oder andere Vorschläge eingebracht werden, wie Landwirtschaft eben richtig laufen sollte. Als einer, der die Landwirtschaft aus eigener, aktiver Erfahrung kennt, meine ich auch, dass auf besten Böden mit ausreichend Niederschlag und ausgezeichneten klimatischen Bedingungen soll optimal produziert werden können. Mit Betonung auf optimal, was dann gleichzeitig noch nachhaltig und vernünftig mit einschliessen würde. Gar nicht einverstanden bin ich mit dem Begriff «moderne Landwirtschaft». Denn was unter «modern» verstanden wird, sehen wir seit Jahren innerhalb der Wirtschaft überall auf der Welt zur Genüge: gross und noch grösser; immer mehr Technik, die viel Energie, auch nicht erneuerbare, verbraucht. Andererseits liegt ganz viel menschliche Muskelenergie verantwortungslos brach. Wenige Menschen, die ganz viel haben und viele, die sehr wenig bis nichts haben. Ist das wirklich das, was die Menschheit braucht? Kann unsere Welt so wirklich gerechter und friedlicher werden? Mitnichten. In der modernen Landwirtschaft kommt dann noch die völlig unnötige Gentechnologie dazu, die uns alle immer mehr von riesigen Pharmamultis abhängig machen würde. Und Direktzahlungen, ja, die waren einmal gut gemeint. Aber das wirklich Richtige waren die nie! Hätte man Arbeit, Dienstleistungen und alle Güter innerhalb der Wirtschaft und Landwirtschaft, natürliche und produzierte, schon längst gerecht bewertet, anerkannt und entsprechend vergütet, dann hätten wir ganz viele der heutigen Probleme nicht. Darum sollten wir Menschen uns endlich klar bewusst werden, dass es um das Unternehmen «Erde» gehen muss und wir alle unsere Privatinteressen dem Gesamtwohle der Menschheit und unserer Erde unterordnen sollten. Der uns drohende und höchst gefährliche Klimawandel lässt grüssen, er müsste nie sein. Dagegen nicht endlich das tun zu wollen, was möglich ist, ist höchst verantwortungslos. Fangen wir doch endlich bewusst an, uns in allen Teilen vernünftiger und nachhaltiger zu verhalten. Weil es zu diesen beiden Attributen, ganzheitlich gesehen, keine einzige nur annähernd gleichwertige Alternative gibt.

Heiri Affentranger, Müswangen

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