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Wo bleiben die angekündigten Ausfälle?

Zum Thema Energieversorgung
Martin Schaer, Steinhausen

Wo bleiben die angekündigten Stromausfälle? Etablierte Poli­tiker, Parteien und andere Orga­nisationen haben vorausgesagt, dass bei Annahme der «Initia­tive für den geordneten Atomausstieg» vom 27. November 2016 mit Stromausfällen (Black­outs) zu rechnen sei. Mit detaillierten Schilderungen von Sze­narien und dramatischen Aus­wirkungen auf die Gesellschaft (es werde dunkel in unseren Wohnungen, Büros und Strassen, die Wirtschaft stehe still) wurden die Stimmbürger verun­sichert, und es wurde auf Panik gemacht. Den Initianten wurde auch unterstellt, dass sie damit die sichere Stromversorgung der Schweiz aufs Spiel setzen. Nun, wie haben wir den strengen Winter überstanden mit einem Strom-Mehrverbrauch gegenüber dem Sommerhalbjahr? Blackouts gab es keine, und das Thema war in den Medien nicht präsent, obwohl die alten Atomkraftwerke Beznau 1 und Leibstadt mit einem Leistungsanteil von gegen 50 Prozent seit Spätsommer 2016 ausserplanmässig nicht im Betrieb sind! Diese Leistungsreduktion ist dabei weitaus grösser als jene, die von der Initiative für 2018 gefordert wurde (Ausserbetriebnahme der uralten Atomkraftwerke Beznau 1 und 2 und Mühleberg ab 2018 mit einem Leistungsanteil von 33 Prozent). Es zeigte sich, dass unsere Atomkraftwerke mit ihrem grossen Leistungsanteil an der Stromver­sorgung erheblich zur Versorgungsunsicherheit beitragen! Störungsbedingte Produktionsausfälle lassen sich eben nicht planen. Entgegen aller Befürchtungen (Quelle von weiteren Blackouts) haben die Übertragungskapazitäten der Stromautobahnen ebenfalls ausge­reicht, um die Versorgung zu sichern. Unseren Nachbarn sei Dank. Mit Sonnen-, Wind-, Gas- und leider auch Kohle-Importstrom konnte die Versorgungslücke überbrückt werden. Mit Desinformation lassen sich offenbar Abstimmungen ge­winnen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Stimmvolk in Zu­kunft nicht mehr von solcher Polemik täuschen lässt. Ich hoffe sehr, dass das Volk die Lehren zieht und die Energiestrategie 2050 des Bundes mit klarem Ausbau der erneuerbaren Energien und Fokussierung auf Energieeffizienz und längerfristiger Aus­ser­betriebnahme unserer ural­ten Atomkraft­werke an der Urne annimmt und damit zur Versorgungssicherheit beiträgt.

Martin Schaer, Steinhausen

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