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Leserbrief

Wölfe helfen, das Gleichgewicht zu halten

Zum Leserbrief «Schutz des Wolfes solle zurückgestuft werden», Ausgabe vom 28. August

Nein, der Schutz des Wolfes darf nicht zurückgestuft werden! Warum nicht? Weil sonst die Kantone ohne Kontrolle durch den Bund Wölfe nach eigenem Gutdünken abschiessen könnten. Das Wallis wäre dann wohl innert kürzester Zeit wolfsfrei. Hans Wild-Iten schreibt zwar, er (der Wolf) soll in der kleinräumigen Schweiz reguliert, nicht aber ausgerottet werden. Der Verein «Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere» sieht das jedoch klar anders und das ist auch die Absicht hinter der gewünschten Jagdgesetz-Anpassung (siehe dazu «Die vielen Wölfe der Schweiz» von Netz Natur). Im gleichen Film wird erklärt, warum die Wolfsbestände, ganz ohne menschliche Eingriffe, nicht ins Unermessliche steigen, wie der Wolf einen positiven Einfluss auf die räumliche Verteilung der Pflanzenfresser hat, was zu weniger Verbiss-Schäden führt, und dass der Wolf die Bestände der Beutetiere kaum merklich schmälert. Durch die natürliche Auslese, welche menschliche Jäger gar nicht bieten können, sorgt der Wolf sogar für gesündere, kräftigere Beutetiere. Für diese Mechanismen braucht es auch nicht grosse, menschenleere Weiten. Nein, das geht auch in der kleinräumigen Schweiz wunderbar.

Das Problem der Einzelwölfe, welche Hunger leiden, da sie alleine keine Hirsche überwältigen können und daher auf Haustiere ausweichen müssten, ist etwas gar an den Haaren herbeigezogen. Wenn für einzelne Wölfe Hirsche zu gross sind, dann müssen halt kleinere Beutetiere herhalten.

Und zu den Schäden an Haustieren: Hans Wild-Iten schreibt von über 400 Haustier-Rissen in zwei Jahren (2016 bis 2017). «Netz Natur» nennt sogar 400 pro Jahr. Aber: Durch Abstürze, Blitz- und Steinschlag oder durch Verlaufen, gehen jedes Jahr zehn mal so viele Schafe verloren.

Ferner können besonders schadenstiftende Tiere bereits heute, ganz ohne Lockerung des bestehenden Schutzstatus, geschossen werden. So geschehen in Uri im Juli 2016, als ein Wolf die Schadensschwelle von 25 gerissenen Nutztieren überschritt.

Daniela Kronauer, Steinhausen

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