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Wovor fürchtet sich der Dallenwiler Gemeinderat?

«Viel Unsicherheit um Sperrgutsammlung», Ausgabe vom 6. April
Wäli Kammermann, Dallenwil

Offenbar hat der Gemeinderat von Dallenwil den Medien mitgeteilt, dass er den Antrag dreier Bürger über eine Weiterführung der Sperrgutsammlungen und deren Finanzierung über die Gebührenrechnung für nicht zulässig hält. Die Bürger wurden leider – zumindest bis am vergangenen Donnerstag – nicht direkt via Dallenwiler Website darüber informiert.

Erstaunt über diesen Entscheid sind wohl die wenigsten. Das Argument, dass die Sache bundesrechtswidrig sei, wird im Kanton schliesslich schon seit Jahren heruntergeleiert. Allerdings: Die Mutlosigkeit unserer Kantonsregierung und der Gemeinderäte ist bemerkenswert. Offenbar wollen sie eine Diskussion mit dem Bund vermeiden. Umso brisanter ist es, wenn Dieselbigen den Antragstellern jetzt schon mit horrenden Kosten drohen, sollten sie den Entscheid gerichtlich anfechten. Dass Taktik seitens des Dallenwiler Gemeinderats im Spiel ist, wäre wahrscheinlich eine nicht zu beweisende Unterstellung. Interessant ist jedoch schon, dass man eine Abstimmung vor versammelter Gemeinde fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Wovor hat man denn Angst?

Auf jeden Fall spricht diese Haltung nicht dafür, dass die Regierungs- beziehungsweise Gemeindevertreter in der Lage wären, die Bundesgesetzgebung kreativ auszulegen. Man baut lieber präventiv eine (finanzielle) Drohkulisse auf, um die renitenten Ideen im Keim zu ersticken.

Immer wieder wird an uns Bürger appelliert, den Solidaritätsgedanken hochzuhalten. Ich persönlich hätte kein Problem damit, dies auch bei der Abfallentsorgung so zu tun. Im Umkehrschluss könnte man aber auch zum Schluss kommen, dass alles nach dem Verursacherprinzip behandelt werden müsste. Ich wäre sehr interessiert zu erfahren, wie dann künftig Schulhäuser, eine Sanierung der Wiesenberg­strasse oder unser Sozialwesen finanziert werden sollen.

Wäli Kammermann, Dallenwil

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