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Zu viele offene Fragen

Zur Abstimmung über die Zukunft des Kirchfelds, Haus für Betreuung und Pflege, in Horw am 4. März
Toni Kurmann, Horw

Der Horwer Souverän stimmt am 4. März ab, ob das Kirchfeld, Haus für Betreuung und Pflege, in eine gemeinnützige AG überführt werden soll. Das Abstimmungsdokument zeigt: Umlaufsvermögen, Gebäude und Mobilien sollen für 20,5 Millionen Franken in die AG überführt werden, die mit 19,3 Millionen Franken Eigenmitteln ausgestattet werden soll. Das Grundstück soll im Eigentum der Gemeinde bleiben, wofür jährlich ein Baurechtszins zu bezahlen ist. Die Mitarbeitenden werden übernommen und erhalten bis Ende 2020 eine Besitzstandsgarantie. Die neue AG strebt eine ausgeglichene Betriebsrechnung an. Dividenden sind nicht vorgesehen. Allfällige Verluste würden innerhalb von drei Jahren abgebaut. So weit, so gut.

Aber wie wird die Finanzrechnung aussehen, und was sind die Folgen bezüglich Heim- und Pflegetaxen? Reichen für die Entscheidungsfindung die Hinweise, die Höhe der Taxen werde sich am Durchschnitt vergleichbarer Heime in der Agglomeration Luzern richten und die Finanzplanung zeige, dass die Taxen mittelfristig auf dem heutigen Stand gehalten werden können? Weshalb zeigt die Abstimmungsgrundlage keine Finanzrechnung? Klar, die gemeinnützige AG soll eine schwarze Null anstreben. Lässt sich dieses Ziel ohne Auswirkung auf das Personal und die Taxen erreichen, insbesondere im Hinblick auf die geplante Sanierung und Modernisierung (28,8 Millionen Franken, 2018–2022, gleiche Bettenzahl, trotz Abschaffung der Doppelzimmer)? Diese Investition lässt sich kaum bei einem Vollbetrieb realisieren. Wie tangiert dies die angestrebte schwarze Null?

Meine Bedenken sind: Auf der Aufwandseite dürfte der Personalaufwand mehr 80 Prozent ausmachen. Mit der Besitzstandsgarantie liesse sich dieser Aufwand in den ersten drei Jahren nur reduzieren, wenn man nicht alle Abgänge ersetzt oder Neuanstellungen zu günstigeren Konditionen tätigt. Braucht es höhere Erträge, um ein schwarze Null zu erreichen? Einerseits bei den Aufenthaltstaxen, die etwa zwei Drittel der Erträge ausmachen dürften (siehe Erfahrungen Emmenfeld nach dem Umzug von der Herdschwand)? Andererseits das vermehrte Verrechnen von Pflegetaxen? Für mich zu viele offene Punkte, deshalb ein Nein.

Toni Kurmann, Horw

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