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Züge fahren wieder – und jetzt?

Zur Zugentgleisung im Bahnhof Luzern
Lisbeth Gavazzi, Luzern

Ja, die Züge rollen wieder! Ein herzliches Dankeschön allen Mitarbeitenden der SBB und der Busbetriebe, die das Notfallkonzept umgesetzt und die grossen Reparaturen erledigt haben. Beinahe täglich bin ich mit dem Zug unterwegs. Ich war sehr beeindruckt, wie gut und wie schnell alles funktioniert hat. Innert kürzester Zeit wimmelte es von Kundenlenkern im und um den Bahnhof. Man benötigte mehr Zeit, aber man kam vorwärts. Unglaublich toll fand ich die Aktion «Schoggiherzli» gestern Morgen. Alle Pendler erhielten eine süsse Überraschung auf dem Perron. Allen Beteiligten herzlichen Dank für den grossartigen Einsatz.

Lisbeth Gavazzi, Luzern

Die Entgleisung des Cisalpino vom vergangenen Mittwoch hat einmal mehr die Schwachstelle im Bahnhof Luzern aufgezeigt. Die Einmündung in den Bahnhof beim Flaschenhals Langensandbrücke ist ein risikoreicher Schwachpunkt. Einmal mehr wird uns vor Augen geführt, dass das Chaos nach einem Ausfall im Bahnhof Luzern mittels dezentraler Lösung viel kleiner wäre. Die Konsequenz liegt nun auf der Hand – eine mach- und bezahlbare sowie zukunftsorientierte Lösung wird dringend benötigt. Dazu braucht es Macher, Denker und Visionäre, welche den Mut aufbringen, das Projekt Bahndreieck Luzern Nord voranzutreiben und umzusetzen.

Diese Lösung schlägt mindestens drei Fliegen auf einen Schlag. Erstens wird das Nadelöhr auf der Schiene vor dem Bahnhof massiv entlastet. Zweitens kann der Land-Stadt- Graben mittels Anbindung des Entlebuchs überbrückt werden. Auch Sursee würde näher an die Stadt rücken respektive die Stadt näher an Sursee oder eben das Entlebuch. Und drittens würde die Stadt Luzern entscheidend vom Verkehr entlastet. Leider foutiert man sich politisch um diese Lösung und lässt wertvolle Zeit verstreichen. Luzern hat das Potenzial, besser und attraktiver zu werden. Wo bleiben die politischen Leader­figuren, welche Luzern weiterbringen wollen?

Martin Zemp, Präsident CVP Meggen/ Obmann Eidg. Del. CVP Luzern

«Das Unglück hilft uns», sagt Regierungsrat Robert Küng in der Ausgabe vom 24. März. Doch was wollen wir? Wir haben zu wenig Platz und Zeit! Wollen wir bis 2043 einen Tiefbahnhof, der bis dann 3 bis 4 Milliarden Franken kostet oder in zehn Jahren sichere Verbindungen in alle Richtungen? Wollen wir in einem Hochwasser-Risikogebiet Milliarden verbauen oder den Verkehr in der Stadt entlasten? Für Busse und den privaten Verkehr um den Bahnhof am See wird es täglich hektischer. Der neue Busknoten beim Bahnhof Emmenbrücke zeigt die Richtung, in die es gehen soll. Wenn Luzern den Anschluss an das schweizerische Schienennetz oder die internationale Nord-Süd-Verbindung in der Region ernsthaft behalten will, müsste ein finanziell und ökologisch realisierbares Bahnhofprojekt im Raum Luzern Nord angestrebt werden.

Eine Metroverbindung vom Bahnhof Luzern Nord kombiniert mit einem Park & Rail-Angebot im Raum Sedel/Ibach mit Haltestelle Kantonsspital zum Bahnhof am See würde langfristig die Verkehrsprobleme auf der Schiene und der Strasse lösen. Damit wären auch die voraussehbaren Rückstaus bei der Stadteinfahrt der Autobahn mit dem Projekt Parkhaus Musegg vom Tisch. Der Innerschweiz wünschen wir Weitsicht und für den Durchgangsbahnhof: bezahlbar und am richtigen Ort.

Hedi und Hansjörg Kaufmann,

Luzern

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