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Zur Abstimmung über das «alte Bahnhöfli»

«Eine Kaufinteressentin aus Unterägeri», Ausgabe vom 2. Februar

Am 4. März wird in Oberägeri über die Veräusserung der Liegenschaft des «alten Bahnhöfli» abgestimmt. Das Bestreben des Verkaufs durch den Gemeinderat ist aus zweierlei Hinsicht paradox. Zum einen besteht aus finanziellem Aspekt keine Notwendigkeit, durch die Liegenschaftsveräusserung Geld einnehmen zu müssen. Die Gemeinde ist finanziell gesund und schrieb im abgelaufenen Jahr schwarze Zahlen. Des Weiteren ist es sinnlos für eine Gemeinde, welche sonst schon arm an Landflächen ist, die einzige Landreserve im Dorfkern so überhastet los werden zu wollen. Mit dem aktuellen Bestreben vernachlässigt der Gemeinderat klar seine Pflichten der Bevölkerung gegenüber. Denn die Bevölkerungszahlen in Oberägeri steigen tendenziell weiter an, was logischerweise auch einen Zuwachs an Kindern zur Folge haben wird. Diese müssen an einem Ort in den Kindergarten und zur Schule gehen können. Doch wo sollen sie es tun, wenn die aktuellen schulischen Einrichtungen jetzt schon an die Grenzen stossen und die Gemeinde kein Land für eine Erweiterung der Schule Oberägeri hat?

Eine intelligentere und weitsichtigere Planung wäre, das Land als Reserve zu behalten und falls es nötig und möglich wird, mit geeigneten Liegenschaften für den Ausbau der Schule abzutauschen. Ausserdem behält das «alte Bahnhöfli» seinen Wert. Somit ist das jetzige vorschnelle Verkaufsvorhaben des Gemeinderates unnötig und überhastet. Das Versprechen mit der Schaffung von Arbeitsplätzen ist durch die aktuelle zur Abstimmung vorliegende Offerte zwar gewahrt. Doch es bleibt fraglich, wie sinnvoll es ist, diese 23 Arbeitsplätze von Unterägeri nach Oberägeri zu verlagern. Es wird für keinen einzigen Oberägerer einen zusätzlichen Arbeitsplatz geben, denn die aktuellen sind schon vergeben und schlussendlich wird die Gemeinde Unterägeri auch nicht erfreut sein, sollte Oberägeri diese Arbeitsplätze stibitzen.

Sandro Murer, Präsident SVP Oberägeri

Ist es tatsächlich weitsichtig, wenn die Gemeinde Oberägeri das Grundstück mit dem «alten Bahnhöfli» ohne Not verkauft? Was ist der Nutzen? Eine Firma und ein paar wenige Arbeitsplätze. Ist es das wert?

Nach wie vor gibt es keine Lösung in der Studenhütte für die heutigen Nutzer, damit das Segelclublokal in ein öffentliches Restaurant umgenutzt werden kann. Auch zeigt die Schulraumplanung auf, dass in absehbarer Zeit weiterer Schulraum benötigt wird. Auf dem heutigen Areal Hofmatt wird das in absehbarer Zeit nicht mehr möglich sein. Wäre es da nicht sinnvoller, wenn die Liegenschaft mit dem «alten Bahnhöfli», der Gemeinde für einen kommunalen Bau oder ein Tauschgeschäft mit einer anderen Liegenschaftsbesitzerin erhalten bleiben würde? Ich selber bin klar dieser Meinung und mache den Stimmbürgern von Oberägeri beliebt, ein Nein zum Verkauf dieser Liegenschaft in die Urne zu legen.

Benno Hug, Oberägeri

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