Luzerner Tatort: Stimmen unserer Leser

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Ich bin selber Stadtluzerner Bürgerin. Ich habe vor vielen Jahren selber bei der Kripo Luzern gearbeitet. Die Szene beim Bahnhof hat mich an eine Überwachung erinnert, damals ging es um Drogendelikte. Ich weiss, wie nervös man sein kann.

Was im TV Krimis immer wieder vorkommt, dass ein oder zwei Beamte selber Täter verhaften wollen, ist unrealistisch und sehr gefährlich. Die Kriminellen sind so gefährlich und so viel Risiko ist nicht profesionell.

Auch die Szenen der zwei Beamten, welche im Hotel zusammen schlafen gehen, geben gegenüber der Polizei ein sehr schlechtes Bild, und kam in meiner Zeit nicht vor. Auch bei Überwachungen und Arbeiten von ganzen Nächten. Man muss Privates und Arbeit trennen.

Aber im grossen und Ganzen war es ein guter Tatort, und die super guten Bilder von Luzern haben mir gefallen. Luzern und schönes Wetter - bessere Kulisse kann man gar nicht haben. Ich freue mich auf den nächsten Tatort von Luzern.

Bernadette Duss

Positiv: Handlung, Aufnahmen, insbesondere von Luzern. Negativ: Sprache (praktisch nichts verstanden).

Jörg Bucher, Luzern

Positiv:schöne Bilder, Dialekt. Negativ: zu wenig spannend.

Peter Dierauer, Malters

Unser Schweizer Tatort hat mir erstaunlich gut gefallen. Luzern kommt wunderschön zur Geltung. Stefan Gubser und das ganze Team spielen sehr gut. Einzig Sofia Milos finde ich fragwürdig. Dieses Püppchen eignet sich nicht als Komissarin. Sie spielt nicht gut und hat zuviel Sex im Kopf Die Liebesszenen sind völlig überflüssig.

Hanny Halder, Meggen

Positiv: Luzern hat man sehr wohl im Tatort wahrgenommen, vor allem die herrlichen Seeblicke und die Abendstimmungen und die Fahrten in der Innenstadt. Aber ich bin eh ein Luzern-Fan. Auch Gruber war überzeugend. Die Stimmung fand ich auch gut. Außerdem wusste man nicht gleich, wer der Mörder ist. Schauspielerisch war es auch gut und ruhig gespielt, nicht hektisch und aufgeregt. Alles in allem ein gelungener Auftakt. Der Schluss war süß.
 
Negativ: Kann ich nichts finden. Ich kann die negative Kritik der Fernsehzeitschriften nicht teilen.

Manfred Aigner, Stuttgart

Es war sehr einfach gestrickt; keine Spannung. Die Spannung erzeugende musikalische Untermalung fehlte weitgehend. Es war mehr ein Werbefilm für die Zentralschweiz und das Hotel Schweizerhof.

Hans Braun, Obernau

Positiv: Schöne Bilde rund guter Werbeeffekt  aus Luzern.
 
Negativ: Schlechte Schauspielleistung von Sofia Milos. Falscher Kamerawinkel beim Endkampf  im Treppenhaus. Beim Anschauen der ARD-Ausgabe konnte es einem speiübel werden, wenn man die Synchrisation vom Schweizerdeutsch ins Pseudo Hauchdeutsch anhören musste. Ich glaube, hier wollte man auf Biegen und Brechen etwas kaputt machen.

Walter Kurmann, Luzern

Das beste am ganzen Film waren die Haare von Sofia Milos.

Andrea Lee, Luzern

Hat mir sehr gut gefallen. Die anderen «Tatorte» sind auch nicht besser. Macht bitte weiter so.

Martha Zumbühl, Emmenbrücke

Positiv: Bilder von Luzern und Umgebung sehr schön, Gubser ging so, Schneebeli war sehr gut, ihre Rolle sollte ausgebaut werden (Assistentin von Gubser?)
Negativ: Handlung, schwer verständlich, unlogisch, Milos passt nicht, zu schön, zu steif, zu exotisch und auf die Sexszenen könnte ich ohnehin verzichten.

Elsbeth Kaufmann, Luzern

Positiv: Luzerner Umgebung. Negativ: schwache Handlung und flache (amerikanische) Liebesszenen.

Ilona Klingenberger

Ein reichlich konstruierter Plot, banale Dialoge und eine krasse Fehlbesetzung (Sofia Milos: attraktiv und unbegabt). Trotz ein paar postkartenschöner Landschaftsaufnahmen war diese "Tatort"-Folge für mich ein Ärgernis.

F.P. Scherer, Adligenswil

Mir hat es sehr gut gefallen; weiter so!

Josef Gut, Schötz

Positiv: Die schönen Aufnahmen von Luzern haben mir gefallen
Negativ: Der Film ist verwirrend. Das Ende des Films ist schlecht. Man weiss nicht, was wirklich war.

Charly Schürch, Luzern

Wir sind eine deutsche Familie, die seit 6 Jahren in der Schweiz lebt. Wir fühlen uns hier zuhause, und unsere Tochter wurde hier geboren (und spricht fleissend Dialekt). Wir wohnen in der Nähe von Luzern.
 
Die Kulisse war super, Luzern als Schauplatz ist ja wirklich genial. Es wurden ein paar Berge zuviel hineinretuschiert, das wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Die Schauspieler, besonders Stefan Gubser, mag ich sehr, aber die Dialoge - vor allem am Anfang - waren echt mau. Was mich echt geärgert hat, dass die Schweizer als humorlos und langweilig dargestellt wurden - was aus meiner Sicht völlig unpassend ist.
 
Wie kann ein Mann mit dem guten Aussehen von Stefan Gubser mit einer Frau wie Sofia Milos so einen langweiligen und unsexy Dialog über die Richtung des Heimwegs führen? Ich bin sicher (hoffentlich irre ich mich nicht), dass so einem Mann etwas besseres einfallen könnte....
 
Ich hätte es übrigens auch besser gefunden, wenn die Dialoge in Schwizerdütsch  - mit deutschen Untertiteln - gewesen wären, als dieser Möchte- gern-Dialekt. Da bekommen die Zuschauer in Deutschland doch den Eindruck, die Schweizer wären nicht in der Lage, vernünftig zu sprechen. Ich wette, Stefan Gubser spricht akzentfreies Hochdeutsch, oder eben Dialekt. Das muss bestimmt mühsam gewesen sein, so ein Hochdeutsch-Dialekt-Misch zu sprechen.....
 
Also, liebe ARD, wenn schon ein Schweizer Tatort gedreht wird, und ich finde es gut, dass das endlich mal wieder der Fall war, dann lasst die Schweizer doch bitte so sein, wie sie sind. Ein wirklich sympathisches Volk mit einem coolen Humor und guten Schauspielern. Dieses "Zurechtrücken" für das deutsche Publikum ist unnötig und verfälscht total das "echte" Wesen der Schweiz.
 
Hoffentlich wird der nächste Tatort aus Luzern etwas unverkrampfter!!!

Gesa Neumann

Positiv: Schöne Aufnahmen von Luzern und seiner Umgebung. Negativ: Story langweilig bis hanebüchen, sehr konstruiert. Viel Verbesserugspotential.

Jacek Kwasny

Habe den gestrigen Tatort mit Interesse angesehen. Im Vorfeld der Dreharbeiten wurde erwähnt, dass zB. auch in Ruswil gedreht werde. Ich meinte, nichts von Ruswil gesehen zu haben, wurde dies gestrichen?

Kurt Aregger, ehem. Ruswil

Wenn man diesen Tatort wirklich gesehen hat - und ich meine WIRKLICH gesehen - dann staunt man unweigerlich über die unverständliche Kritik, die zuvor aus allen Richtungen zu hören war.
Es habe zuviele Clichés, sei unlogisch, etc, etc, etc. Aber am Ende ist nur eines 'unlogisch'... nämlich die Kritik selber. Diese Folge lässt sich ohne weiteres in die übrigen durchschnittlichen Tatort-Verfilmungen einordnen - und es war endlich wieder mal  ein professionel gemachter schweizer Film (auf sowas muss man jeweils lange warten).
 
"Es wirkt konstruiert", hiess es... nein, nichts war konstruiert. Die albernen amerikanischen Serien von heute sind konstruiert - irgendwer gibt irgendwas in einen Computer ein, den es ohnehin in der Realität in der Form nicht gibt... dann machen sich z.B. bei CSI Miami Polizeitaucher auf den Weg, um - glauben sie es ruhig! - nach zwei Wochen die Mordwaffe aus dem Meer zu fischen!!! Bei der Strömung! Und natürlich... kaum hat einer den kleinen Zeh im Wasser, ist die Waffe gefunden.
Aber der schweizer Tatort ist konstruiert, wie?
 
Es war eine solide Produktion - durchaus sehenswert und irgendwie sogar erfrischend. Wenn man die Reaktionen aus Deutschland nun durchschaut, so hat die Kritik vermutlich sogar Werbung dafür gemacht - und meistens sind die Meldungen durchaus positiv.
 
Die Hysterie im Vorfeld hat aber eindrücklich zwei Dinge aufgezeigt. Erstens äussert irgendein Experte einen Blödsinn, den dann scheinbar alle ungeprüft übernehmen. So kann man dieselbe eintönige Kritik wirklich in jedem Käseblatt wiederfinden. Traurig, wie unselbständig die Nach-68er-Generationen als sogenannte Freidenker doch sind.
 
Zweitens kann man nun die wahre Fehlbesetzung im Zusammenhang mit dem Tatort erkennen. Es dürfte die Kulturchefin gewesen sein. Aber wen wundert's... wer für den üblichen Sendestoff des SF zuständig ist, der versteht natürlich nicht wirklich, wie ein guter Film aussieht.
 
Ich habe fertig.

Victor-Emanuel Jaggi

Wieder einmal ein spannender Tatort. Es waren auch schöne Landschaftsbilder von Luzern und Umgebung. Ich bin ein Tatort -und Luzern Fan, was will man mehr. ;-)

Rita Hitz, Steinhausen

Trotz der schlechten Kritiken und  vielen Diskussionen im Vorfeld halte ich den ersten Luzerner Tatort für einen gelungenen Einstand:  Stefan Gubser überzeugt als bodenständiger Kriminalkommissar in einem soliden Krimi, der mit ein paar witzigen Dialogen (z.B. die Szenen mit den Tauben im Hotelzimmer)  angereichert ist.  Zugegebenermassen ist die Handlung weder kompliziert noch neu, jedoch kommt nie Langeweile auf, da die Szenen (insbesondere die geplatzte Lösungsübergabe am Bahnhof)  professionell  inszeniert wurden und die Darsteller durchweg überzeugten. Nur die Auflösung war  dann zum Teil etwas weit daher geholt.  Welcher Regierungskandidat täuscht schon seine eigene Entführung vor, um dadurch an seine Wahlchancen zu erhöhen?  Zusätzlich haben mir auch die schönen Bilder von Luzern (z.B. die Reuss bei Nacht)  und dem Vierwaldstätter See (z.B.  Pilatus  mit leichtem Nebel im Hintergrund) gefallen. Damit zeigt sich, dass  Luzern als Kulisse für einen Krimi durchaus geeignet ist. Ich freue mich schon auf den nächsten Luzerner Tatort.

Tilman Holke, Luzern