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Kommentar

Tour de Suisse: Warum die Thurgauer zu den Besten gehören

Stefan Küng, Michael Albasini, Claudio Imhof und Reto Hollenstein: Gleich vier Thurgauer Veloprofis starteten in Langnau zur 83. Tour de Suisse. Ihre Erfolge kommen nicht von ungefähr.
Daniel Good

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Daniel Good (Bild: Urs Bucher)

Daniel Good (Bild: Urs Bucher)

Die Thurgauer sind die besten Veloprofis im Land. Gleich vier von ihnen starteten gestern in Langnau zur 83. Tour de Suisse. Stefan Küng aus Wilen bei Wil fuhr in der ersten Etappe als bester Schweizer in die Top10. Viele gute Resultate bewerkstelligte der mittlerweile im Appenzellischen wohnende Michael Albasini. Sogar herausragend ist Albasinis Abschneiden in den Ardennenklassikern Flèche Wallonne und Lüttich–Bastogne–Lüttich. Nur Ferdy Kübler war in der Flèche Wallonne besser. Das will etwas heissen.

Neben Küng und Albasini beteiligen sich auch Claudio Imhof und Reto Hollenstein an der Schweizer Landesrundfahrt. Imhof ist der beste Bahnfahrer im Land. Der gelernte Käser aus Sommeri kommt aber auch auf der Strasse zurecht. Muss er. Denn der 28-Jährige ist nicht auf Rosen gebettet. Imhof gehört nicht wie Küng, Albasini und Hollenstein zu einem Rennstall der höchsten Stufe, der World Tour. «Die Kraft der Thurgauer Rennfahrer kommt vom Mosttrinken», sagte Imhof nach seinem ersten Weltcupsieg – halb ernst, halb mit einem Augenzwinkern. Er kann damit rechnen, als Leader des Schweizer Bahnvierers für die Olympischen Spiele 2020 selektioniert zu werden. Küng ist in Tokio sogar ein seriöser Medaillenanwärter.

Die Erfolge kommen nicht von ungefähr. Nicht nur der guten Luft und des Süssmosts wegen sind Thurgauer Veloprofis besonders kompetitiv. «Der Kanton Thurgau tut sehr viel für junge Rennfahrer», sagt der aus Wilen bei Wil stammende Küng nicht ohne Stolz. Die Landschaft und Topografie sind ideal für Ausfahrten auf zwei Rädern. Auch Zürcher Hobbyfahrer sind oft auf Thurgauer Strassen unterwegs.

Drei Thurgauer gehören zu einer Mannschaft der World Tour. Das schafft kein anderer Kanton. Der 33-jährige Hollenstein aus Sirnach ist einer der besten Helfer. Die Zukunft noch vor sich hat der 20-jährige Stefan Bissegger. Nach einer leichten Baisse in der vergangenen Saison ist der gelernte Fahrradmechaniker wieder voll auf Kurs.

Dieses Jahr macht die Tour de Suisse einen grossen Bogen um den Thurgau. Aber schon in der Woche nach der Schweizer Landesrundfahrt findet die Landesmeisterschaft im Kanton statt. Ausrichter ist der VC Fischingen, der stärkste Veloclub im Land, wie Küng sagt. Die bekannten Radprofis legen selber Hand an.

Schweizer Meisterschaften sind eine Talentschau. Der Thurgauer Nachwuchs erhält Anschauungsunterricht von den Besten. Auf dass es noch weitere Jahre so weitergeht. Schon der erste Gewinner des Punkteklassements an der Tour de France war ein Thurgauer: 1953 Fritz Schär.

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