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Kommentar

Schwangere Sonja Lüthi: Eine moderne, berufstätige Frau im Jahr 2018

"Es muss im Jahr 2018 endlich möglich sein, Karriere zu machen und gleichzeitig Kinder zu bekommen." Ein Kommentar zur Schwangerschaft der frisch gewählten St.Galler Stadträtin Sonja Lüthi.
Stefan Schmid
Chefredaktor Stefan Schmid (Bild: Benjamin Manser)

Chefredaktor Stefan Schmid (Bild: Benjamin Manser)

Wenn das nicht ein politisches Ausrufezeichen ist: Gerade mal einen Monat nach ihrem Amtsantritt im St. Galler Rathaus wird Stadträtin Sonja Lüthi (GLP) schwanger. Andere Frauen hätten eine Schwangerschaft an ihrer Stelle um jeden Preis verhindern wollen – aus Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen, die mit der Übernahme eines solchen Amtes verbunden sind. Lüthi macht das bewusst nicht. Sie verdient dafür Anerkennung und Respekt. Genau so stellt man sich eine moderne, berufstätige Frau im Jahr 2018 vor.

Es gab vor Lüthi viele intelligente Frauen, die sich zwischen Familie und Karriere entscheiden mussten. Zu viele. Heutzutage muss es endlich möglich sein, Karriere zu machen und gleichzeitig Kinder zu bekommen. Dank genügend bezahlbarer Kinderkrippen, Tagesschulen und Vätern, die im Haushalt Verantwortung übernehmen. Lüthi setzt damit weit über die Stadt St. Gallen hinaus ein Zeichen für die effektiv gelebte Gleichberechtigung. Solche Beispiele sind für den gesellschaftlichen Fortschritt letztlich entscheidender als ein paar Tage symbolischer Papi-Urlaub.

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