Kommentar

Wegen des Corona-Virus braucht die Wirtschaft nun ein klares Signal

Der Bundesrat muss nicht ein Hilfspaket mit einer Maximalsumme schnüren. Es braucht aber dennoch ein klares Signal an die gebeutelten Schweizer Betriebe.

Roman Schenkel
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Roman Schenkel, Stv. Chefredaktor Zentralredaktion.

Roman Schenkel, Stv. Chefredaktor Zentralredaktion.

Bild: Sandra Ardizzone

Das Corona-Virus lähmt die Schweizer Wirtschaft. Die düstersten Prognosen sagen eine Rezession für das ganze Jahr voraus. Und selbst die Optimisten unter den Pessimisten rechnen damit, dass die hiesige Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020 schrumpfen wird.

Die Schweiz ist nicht alleine – ganz Europa steht vor einer Rezession. Ohne den Teufel an die Wand zu malen, das Ausmass ist vergleichbar mit der Finanzkrise 2009 – wenn nicht gar schlimmer.

Dagegen schnüren Staaten milliardenschwere Hilfspakete: In den USA will Präsident Trump der Wirtschaft mit 1000 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, in Deutschland umfasst das Hilfspaket 500 Milliarden Euro, in Frankreich 345 Milliarden Euro.

Und die Schweiz? Die von Bundesrat Guy Parmelin gesprochenen 10 Milliarden Franken sehen daneben geradezu mickrig aus.

Heute soll das Paket nun ausgeweitet werden. 100 Milliarden Franken solle es betragen, forderten diese Woche Ökonomen. Dabei ist es gar nicht sinnvoll, eine solche Maximalsumme festzusetzen. Noch lässt sich nicht sagen, wie lange die Krise dauern wird und was ihre Folgen sind. Viel wichtiger ist, dass kommuniziert wird, dass es gegen oben eigentlich keine Grenze gibt.

Hier muss der Bundesrat ein Signal setzen. Und ebenso wichtig ist, dass diese Hilfe zügig und unbürokratisch bei den Betrieben ankommt, denen das Geschäft wegzubrechen droht. Das ist in den nächsten Wochen das beste Mittel gegen die Angst.