ALBERT KÖCHLIN STIFTUNG: Vier Prämierte im Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb

Aus fünfzehn eingereichten Kurzfilm-Exposés sind die vier zur Weiterbearbeitung prämierten Projektideen erkoren. Vier Innerschweizer Filmschaffende erhalten eine Unterstützung von je 15‘000 Franken, um ihre Filmidee für die zweite Runde im Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb weiter zu konkretisieren.

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Eines von vier prämierten Projekten: Szene aus «Auf den Everest» des Luzerner Filmschaffenden Fabian Biasio. (Bild: Videostill Vimeo)

Eines von vier prämierten Projekten: Szene aus «Auf den Everest» des Luzerner Filmschaffenden Fabian Biasio. (Bild: Videostill Vimeo)

Am 1. September 2015 lancierte die Albert Koechlin Stiftung ihr Engagement zur Förderung des Innerschweizer Filmschaffens. Mit Eingabeschluss vom 30. November 2015 wurde zum ersten Mal der Innerschweizer Nachwuchs-Kurzfilmwettbewerb durchgeführt. Die Jurierung der ersten Runde in diesem zweistufigen Wettbewerb ist nun erfolgt, wie die Albert Köchlin Stiftung am Freitag mitteilte.

Es wurden 15 Kurzfilmprojekte eingereicht. Bezüglich Kategorien wurden eingegeben: 8 Dokfilme, 3 Spielfilme, 1 Animation, 2 Spiel-/Dokfilme und 1 Spiel-/Experimentalfilm. Von den Teilnehmenden mit abgeschlossener Filmausbildung stammten 2 Eingaben von Master- und 8 Eingaben von Bachelorabsolventinnen und -absolventen. 5 Projekte wurden von zugelassenen Teilnehmern «sur Dossier» eingereicht.

Eindruck der Jury

Die Fachjury bewertete die Anzahl der Eingaben für die erstmalige Durchführung als sehr positiv. Die Ausschreibung fiel auf ein positives Echo. Auffallend waren der sehr tiefe Frauenanteil (3) und die Konzentration auf den Wohnort Luzern.

Die Jurymitglieder attestierten dem Gros der Eingaben eine hohe Qualität bezüglich Beschreibung der Projektidee, der geplanten filmischen Umsetzung und der gewählten Protagonisten und Themen. Der gewünschte Effekt, «diesen Film will oder muss ich sehen» stellte sich bei den nun ausgewählten Stoffen ein.

Die Prämierten der ersten Runde

Die folgenden vier Filmschaffenden wurden für ihr jeweils fundiertes und speziell überzeugendes Kurzfilm-Exposé ausgewählt und mit je 15‘000 Franken zur Weiterbearbeitung ihrer Filmidee für die zweite Runde prämiert (ohne Rangierung):

Projektträger:Fabian Biasio
Arbeitstitel:Auf den Everest – Die Reise von Bruno Sensei
Kategorie: Dokfilm
Inhalt: Ein Mensch wie ein Baum gerät ins Wanken. Der Luzerner Karate-Meister, der als einer der erfahrensten Karate-Instruktoren ausserhalb Japans gilt, gerät in die Strudel fortschreitender Demenz. Er startet zur Königsetappe auf der wechselvollen Expedition seines Lebens. Der fortschreitenden Demenz hält er die Weiterentwicklung seiner Körperkunst entgegen.

Projektträger: Nikola Ilic
Arbeitstitel:Rakijada
Kategorie:Dokfilm
Inhalt: Ein Dorf steht Kopf - einmal im Jahr wird aus dem verschlafenen 300-Seelen Dorf in Südserbien ein gewaltiger Festplatz, der vor Wetteifer strotzt. Ob in sportlichen Randdisziplinen wie Balancieren auf einer Holzlatte und Anheben von Traktoren oder in gesellschaftlichen Kollektivismen wie Schnapstrinken oder Blasmusik-Stakkatos, stets geht es darum, die Oberhand zu gewinnen.

Projektträger:Matteo Gariglio
Arbeitstitel: La Boca Story
Kategorie: Dokfilm
Inhalt: Wie gross kann die Liebe einer Mutter sein, bevor sie an ihr zerbricht? La Boca Story erzählt das Drama um die Familie Sepulveda, die sich mithilfe kleiner Gaunereien rund um das Stadion der Argentinischen Boca Juniors ihr Überleben sichert. Mittendrin die Mutter Estela, die mit aller Kraft versucht, in dieser derben Welt ihre Familie zusammen zu halten.

Projektträger: Justin Stoneham
Arbeitstitel: Rewind Forward
Kategorie:Dokfilm
Inhalt: Eine Hirnblutung im Jahre 1993 verändert das Leben einer Familie radikal – nichts ist mehr, wie es vorher war. 20 Jahre nach dem traumatischen Ereignis wird die filmische Aufarbeitung zu einem Unterfangen, das aus einer persönlichen Auseinandersetzung mit Familiengeschichte(n) und -hinter-lassenschaften (Videobänder) universelle Aussagen eröffnet.

pd/zim