KRIENS: Zwischenlösung für Fahrende wird verlängert

Die Schweizer Fahrenden, die seit April das Krienser Nidfeld bewohnen, können voraussichtlich bis Ende März 2017 auf dem Areal bleiben. Eine kantonale Arbeitsgruppe sucht nach dauerhaften Stand- und Durchgangsplätzen.

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Noch bis Ende Monat dürfen Jenische das Nidfeld-Areal nutzen. (Bild Pius Amrein/LZ)

Noch bis Ende Monat dürfen Jenische das Nidfeld-Areal nutzen. (Bild Pius Amrein/LZ)

Für die Jenischen, die seit vergangenem April das Krienser Nidfeld bewohnen, ist eine befristete Anschlusslösung gefunden. Sie können voraussichtlich bis Ende März 2017 auf dem Nidfeld-Areal (alter Pilatusmarkt) bleiben. Das schreibt der Kanton Luzern in einer Mitteilung. Die ursprüngliche Vereinbarung sah vor, den Standort bis Ende Oktober 2016 zur Verfügung zu stellen.

Der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus und die Gemeinde Kriens konnten demnach mit der Eigentümerin Coop nun eine Nutzungsverlängerung vereinbaren – zumal der bisherige Betrieb reibungslos verlaufen sei.

Die Nutzung des Areals ist zwischen dem Kanton Luzern und Coop geregelt. Die Fahrenden tragen über den Verein «Bewegung der Schweizer Reisenden» die Miet- und Infrastrukturkosten selbst. Durchschnittlich halten sich rund ein Dutzend Fahrende auf dem Nidfeld-Areal auf.

Arbeitsgruppe sucht dauerhafte Standorte

Seit diesem Frühjahr sei zudem eine kantonal eingesetzte Arbeitsgruppe daran, dauerhafte Stand- und Durchgangsplätze für Fahrende zu suchen, heisst es in der Mitteilung weiter. Neben dem Kanton Luzern wirken darin die vier regionalen Gemneindeverbände mit. Laut kantonalem Richtplan übernehmen diese die Koordination unter den Gemeinden und Grundeigentümern bei der Bereitstellung von Standorten. In die Evaluation konkreter Standorte würden auch der Verein «Bewegung der Schweizer Reisenden» und die Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» involviert, wird in der Mitteilung erläutert.

pd/cv

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