LUZERN: Geheimnistuerei um Polizeikosten

Das Blue-Balls-­Festival muss neu Polizeikosten zahlen. Dies betrifft auch andere Veranstalter. Fragen dazu beantwortet der Kanton nicht.

Benno Mattli
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Eine Polizeipatrouille während des Blue Balls Festival gestern Nachmittag auf dem Europaplatz vor dem KKL. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Eine Polizeipatrouille während des Blue Balls Festival gestern Nachmittag auf dem Europaplatz vor dem KKL. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Dem Blue-Balls-Festival werden in diesem Jahr erstmals in seiner über 20-jährigen Geschichte die Kosten für den Polizeieinsatz in Rechnung gestellt. «Die im 2013 gemachten (nicht verrechneten) Einsatzerfahrungen haben gezeigt, dass an einem so grossen Event eine permanente gut sichtbare Polizeipatrouille auf dem Festgelände unabdingbar ist», teilt die Polizei dem Festivaldirektor Urs Leierer in zwei Schreiben mit.

Das Blue-Balls-Festival ist laut Kurt Graf, Kommunikationschef bei der Polizei, nicht der einzige Veranstalter, der neu zur Kasse gebeten wird. Allerdings wollen weder Graf noch Reto Ruhstaller, Jurist beim Rechtsdienst des Justiz- und Sicherheitsdepartements, verraten, um welche Veranstalter es sich dabei handelt und um wie viele. «Eine Liste sämtlicher Veranstaltungen, die Kostenersatz zu leisten haben oder hatten, können wir Ihnen leider nicht liefern», teilen sie mit. «Das entsprechende Konzept ist ein internes Arbeitspapier zur Festlegung einer gewissen Praxis betreffend Kostenersatz für Polizeieinsätze bei Veranstaltungen, das nicht öffentlich ist.»