INDUSTRIESTRASSE: Überbauung wird im 2014 ausgeschrieben

Der partizipative Prozess um die Nutzung der Industriestrasse in Luzern ist beendet. Die Hochschule Luzern hat dazu einen Schlussbericht ausgearbeitet. Bei den Beteiligten herrschte nicht nur Einigkeit über das geplante Bauvorhaben.

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Ein Quartier in der Luzerner Industriestrasse. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ (Archiv))

Ein Quartier in der Luzerner Industriestrasse. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ (Archiv))

Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass an der Industriestrasse ein Wohnungsmix mit Familienwohnungen entstehen soll. Konkret sollen preisgünstige Wohnungen, flexible Dienstleistungs- und Gewerbeflächen sowie Ateliers und Wohnateliers angeboten werden, in denen zum Teil auch das heutige Kleingewebe seinen Platz findet. Ein Teil der Aussenräume sollen als Begegnungsorte für das Quarter gestaltet werden.

Zudem soll sich die Überbauung nach ökologischen Standards richten, wie die Stadt am Dienstag mitteilt. Zur Qualitätssicherung soll gar ein Auswahlverfahren wie etwa ein Architekturwettbewerb stattfinden.

Keine Einigkeit beim Mietpreis

Uneinigkeit herrscht aber noch darüber, wie hoch der Anteil der besonders günstigen Wohnungen sein und welcher maximale Mietpreis vorgegeben werden soll. Auch darüber, ob das Chäslager langfristig und die Porzellanfabrik mittelfristig erhalten werden soll, konnte bislang noch kein Konsens gefunden werden.

Im kommenden Frühling soll das Projekt ausgeschrieben werden. Läuft alles nach Plan, wird der Grosse Satdtrat Ende 2014 über die Abgabe des Areals im Baurecht befinden können.

Am partizipativen Prozess waren die Initianten der Initiative «Ja zu einer lebendigen Industriestrasse», die Nachbarn sowie Vertreter der Fraktionen des Grossen Stadtrates, des Quartiervereins, der Kultur und des Gewerbes beteiligt.

pd/nop