LUZERN: vbl beenden Test mit Hybrid-Gelenkbussen

«Hans-Stefan» fährt per Ende Juni nicht mehr auf dem Luzerner Streckennetz. Der Hybrid-Gelenkbus aus dem Hause Volvo wird planmässig nach einem Jahr nach Schweden zurückgeschickt. Volvo ist mit den Tests des Prototyps auf dem Netz von vbl sehr zufrieden.

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Der Hybrid-Gelenkbus «Hans-Stefan» muss per Ende Juni zurück nach Schweden. (Bild: vbl)

Der Hybrid-Gelenkbus «Hans-Stefan» muss per Ende Juni zurück nach Schweden. (Bild: vbl)

Der Hybrid-Gelenkbus «Hans-Stefan» wird anfangs Juli für weitere Auswertungen zurück nach Schweden in die Volvo-Werke überführt. Der einjährige Feldtest wird planmässig beendet. vbl werden die Hybridtechnologie weiterhin im Fahrzeugpark behalten. Drei von Volvo weiterentwickelte Hybridbusse von 12 Metern Länge werden im Herbst die sechs heute im Einsatz stehenden Hybridbusse ersetzen.

Seit dem 8. Juli 2013 war der erste Volvo Euro 6 Hybrid-Gelenkbus mit dem Namen «Hans-Stefan» als Weltpremiere auf dem vbl-Streckennetz unterwegs. Der Prototyp wurde anlässlich eines einjährigen Feldtests in Luzern eingesetzt, um seine Tauglichkeit im Verkehrsalltag unter Beweis zu stellen. Der erfolgreiche Testverlauf stellt alle Beteiligten vollumfänglich zufrieden, wie vbl am Montag mitteilen.

Kraftstoffeinsparung, Abgasreduktion und Fahrplan-Einhaltung

Gemäss einer Mitteilung von vbl hat sich erwiesen, dass der Volvo 7900 Hybrid-Gelenkbus im täglichen Einsatz sehr sparsam fährt. In den Übergangsmonaten konnte ein Kraftstoffverbrauch von unter 40 Litern pro 100 Kilometer erzielt werden. Für einen Gelenkbus im Linienbetrieb entspreche dies einem ausserordentlich tiefen Wert. Der Hybrid-Gelenkbus wurde auf allen Linien mit Höhendifferenzen von bis zu 120 Metern eingesetzt. Trotz der teils anspruchsvollen Topografie seien die vom Fahrplan vorgegebenen Zeiten auf allen Linien eingehalten worden. Zudem könnten die Lärm- und Abgasbelastungen dank der Hybrid-Technologie merklich gesenkt werden.

Eine Passagierumfrage, die nach 100 Tagen Fahrt des Hybrid-Gelenkbusses in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Wirtschaft Fribourg in Luzern durchgeführt wurde, erbrachte durchwegs positive Reaktionen. Rund 80 Prozent der Befragten beurteilten den Fahrkomfort von «Hans-Stefan» als sehr gut oder gut. Auch die vbl-Fahrer zeigen sich zufrieden: Nicht nur der Fahrkomfort erhielt von ihnen gute Feedbacks, die Fahrer seien vor allem über die spürbare Weiterentwicklung der Hybridbusse positiv überrascht.

vbl unterstützt Volvo bei technologischer Entwicklung

Dank der Bereitschaft von vbl, den Hybrid-Gelenkbus auf ihrem Terrain auf Herz und Nieren zu testen, konnte Hersteller Volvo wesentliche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Hybrid-Antriebstechnologie gewinnen. Die enge Zusammenarbeit hat Aufschluss über Verbesserungen gebracht, die bereits in die Serienproduktion einfliessen.

pd/nop