«Das grenzt an Enteignung»

Luzerner Hotels wollen trotz Kompromiss nichts mehr von der Tourismuszone wissen. Und erheben schwere Vorwürfe gegen die Stadt.

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Die Luzerner Hoteliers wollen nichts wissen von einer Tourismuszone. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Die Luzerner Hoteliers wollen nichts wissen von einer Tourismuszone. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Luzerner Hotels wollen trotz Kompromiss nichts mehr von der Tourismuszone wissen. Und erheben schwere Vorwürfe gegen die Stadt. Die Hoteliers wählen eine deutliche Sprache: «Was uns zugemutet wird, grenzt an materielle Enteignung – hier geht es um Millionensummen», sagt Stephan Wey, Verwaltungsratspräsident des Hotels Europe. Er schliesst deshalb auch juristische Schritte nicht aus, sollten Stadt und Politik an der geplanten Tourismuszone festhalten. Diese würde bedeuten, dass elf Betriebe an exponierter Lage nur maximal 20 Prozent ihrer Häuser für private Zwecke, etwas Büros oder Wohnungen, umnutzen dürften. Dazu darf das Erdgeschoss nur für öffentliche Zwecke genutzt werden.

Zwar entspricht dies einem Kompromiss, den die Stadt mit den Hotel- und Tourismusdachverbänden ausgearbeitet und im letzten Dezember präsentiert hat. Doch die fünf grossen Hotels Schweizerhof, National, Europe, Gütsch und Palace haben ihre Einsprachen trotzdem nicht zurückgezogen. Sie fühlen sich gegenüber anderen Betrieben benachteiligt und massiv in ihrer unternehmerischen Freiheit eingeschränkt. «Die Hotellerie an Ketten zu legen – Konsens hin oder her – ist definitiv der falsche Weg», teilt Umberto Erculiani, Verwaltungsrat des Hotels National mit.Zudem sei von der Stadt massiv Druck auf die Hotels ausgeübt worden: Entweder sie stimmten dem Kompromiss zu oder die ursprüngliche, für die Hotels noch viel gravierendere Variante, käme zum Zug «Wir konnten nur zwischen einer sehr schlechten und einer schlechten Lösung wählen. So haben wir uns notgedrungen für das kleinere Übel entschieden», sagt Schweizerhof-Mitbesitzer Patrick Hauser. Stadtentwickler Ruedi Frischknecht dementiert hingegen, dass Druck ausgeübt worden sei.

Guy Studer

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