EMMEN: Flugshows für 25'000 Besucher

Der Militärflugplatz öffnet sich im Oktober für zwei Tage der Öffentlichkeit – erstmals nach 23 Jahren.

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Machen einen Schritt auf die Bevölkerung zu: Peter Rohrer (links) und Peter Merz, die Flugplatzkommandanten von Emmen und Meiringen, und Paul Jäger (Mitte), Organisator der öffentlichen Tage. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Machen einen Schritt auf die Bevölkerung zu: Peter Rohrer (links) und Peter Merz, die Flugplatzkommandanten von Emmen und Meiringen, und Paul Jäger (Mitte), Organisator der öffentlichen Tage. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Eine Flugzeugausstellung, zwei Flugshows der Patrouille Suisse sowie der Pilatus PC-9 und PC-21, ein einmaliger Ausblick vom Kontrollturm der Skyguide – und wer will, kann sich gar in einem Cockpit eines Tiger-Kampfjets fotografieren lassen: Die «Tage der Öffentlichkeit» am 18. und 19. Oktober auf dem Flugplatz Emmen werden den Besuchern einiges an Information und Spektakel bieten. «Wir zeigen alles. Die Bevölkerung soll einen breiten Einblick darin erhalten, was wir machen und welche Mittel uns zur Verfügung stehen», sagte OK-Präsident Paul Jäger am Mittwoch an einer Medienorientierung.

Zuschauer bezahlen nichts

Der ganze Anlass wird – abgesehen von 10 Franken Parkgebühren – die Besucher nichts kosten. Von den Bahnhöfen Emmenbrücke, Gersag und Waldibrücke wird ein gratis Shuttle-Bus-Service angeboten. Das lässt sich das Flugplatzkommando auch einiges kosten. Allein für die Zusatzzüge der SBB müssen die Organisatoren gemäss Jäger 15'000 Franken bezahlen.

Der letzte Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz Emmen ist lange her – nämlich 23 Jahre. Befürchtet das OK deshalb, von Besuchern regelrecht überrannt zu werden? Flugplatzkommandant Peter Rohrer verneint: «Wir erwarten, verteilt über die zwei Tage, 25'000 Besucher. Unser Zielpublikum sind primär Leute, die im Einzugsgebiet des Flughafens Emmen leben.»

Schutzverband nicht erfreut

Beim Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen hält sich die Freude über den Anlass – insbesondere die Showflüge – in Grenzen. «Jet-Flüge sind immer mit einem Risiko verbunden. Da es sich in diesem Fall um einen einzelnen Anlass handelt, der für die breite Bevölkerung offen sein soll, werden wir dagegen aber wohl nicht opponieren», sagt Präsident Luzius Hafen.

Lena Berger