OBERIBERG: Behörden rechnen mit weiteren Felsabbrüchen

Nach dem Felssturz am Roggenstock in Oberiberg ist klar: In naher Zukunft werden noch weitere Steine und Geröll ins Tal donnern. Der Alpweg bleibt deshalb bis auf weiteres gesperrt.

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Tonnenschwere Felsbrocken donnerten ins Tal. (Bild: Kanton Schwyz)

Tonnenschwere Felsbrocken donnerten ins Tal. (Bild: Kanton Schwyz)

Walter Marty, Gemeindepräsident von Oberiberg, vor einem Stein, der ins Tal stürzte. (Bild: Gemeinde Oberiberg)
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Die Anrissstelle auf dem Roggenstock (Bild: Kanton Schwyz)
Bild: Gemeinde Oberiberg
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Die mächtigen Steine blockieren die Zufahrtstrasse zum Bergrestaurant Adlerhorst. (Bild: Leserreporter)
Bild: Gemeinde Oberiberg
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Walter Marty, Gemeindepräsident von Oberiberg, vor einem Stein, der ins Tal stürzte. (Bild: Gemeinde Oberiberg)

Geologen haben am Mittwoch die Gipfelpartie des Roggenstocks in Oberiberg unter die Lupe genommen. Fazit: Die Felsen sind stark zerlegt und das Gebirgsband mit Rissen durchsetzt. Die Behörden rechnen mit weiteren Felsabbrüchen. Einzelne Felsblöcke an der Spitze des Gipfels mit einem Volumen von bis zu 50 Quadratmetern drohen ins Tal zu stürzen. Angrenzende Felspartien sind ebenfalls stark zerklüftet, dass diese abstürzen dürften. Das Umweltdepartement des Kantons Schwyz geht davon aus, dass nochmals 1000 bis 2000 Kubikmeter Fels abstürzen dürften.

Aufgrund dieser Gefahrenbeurteilung bleibt der Alpweg zwischen Fuederegg und dem Bergrestaurant Adlerhorst bis auf Weiteres gesperrt. Eine Umleitung ist signalisiert. Eine Entspannung der Lage kann erst erwartet werden, wenn die anhaltende Nässeperiode von einer deutlichen Trockenphase abgelöst wird. Erst dann könne eine weitere Beurteilung vorgenommen werden.

Eine Gefahr für die Bevölkerung von Oberiberg besteht nicht. Das Dorf liegt rund einen Kilometer von der Felssturzstelle entfernt, wie Walter Marty, Gemeindepräsident von Oberiberg, dem Bote der Urschweiz erklärte (siehe Video).

Am Dienstagabend zwischen 19.30 und 19.45 Uhr sind zwischen 1000 und 2000 Kubikmeter Steine und Felsbrocken Richtung Alp Jäntli niedergegangen, was rund 4000 Tonnen Material entspricht. Ein Landwirt, der den Felssturz hörte, meldete diesen den Behörden und unserer Zeitung. Es kamen weder Personen noch Tiere oder Gebäude zu Schaden.

Ob der Felsturz im Zusammenhang steht mit den andauernden Regenfällen, müssten die Geologen erst untersuchen, sagte Gemeindeschreiber René Steiner auf Anfrage. In dem Gebiet hätten sich bereits früher Felsstürze ereignet.

kst/sda/gh/rem